Die Werkfeuerwehr von Liebherr-Aerospace in Lindenberg hat ihr neues Löschfahrzeug Logistik in Dienst gestellt. Rund 130 geladene Gäste nahmen an der Feier teil.
Vier Jahre vor der Indienstnahme begannen unter der Projektleitung von Benjamin Konrad und Bernhard Natzer die ersten Überlegungen für das neue Einsatzfahrzeug. Am Freitagabend, 25. September 2026, wurde das „LF-L“ (Löschfahrzeug Logistik) schließlich im Feuerwehrhaus am Lindenberger Liebherr-Standort eingeweiht und offiziell in Dienst gestellt.
Das Fahrzeug verfügt über ein Dreiachs-Fahrgestell und eine Gruppenkabine für neun Einsatzkräfte. Es kann 3.000 Liter Wasser transportieren, die bei Bedarf auch über einen auf dem Dach montierten, fernsteuerbaren Wasserwerfer abgegeben werden können.
Drei Rollcontainer sorgen für Flexibilität
Eine weitere Besonderheit sind drei flexibel nutzbare Rollcontainer. Sie können abhängig von der jeweiligen Einsatzsituation bestückt und direkt bis zum Einsatzort transportiert werden.
„Wir sind stolz auf unsere Werkfeuerwehr. Das Engagement der über 60 Mitglieder ist bemerkenswert. Wir tragen gerne unternehmensseitig unseren Teil zur Einsatzbereitschaft der Mannschaft bei, in diesem Fall in Form des neuen LF-L“, sagte Martin Wandel, Geschäftsführer für den Bereich Operation, bei der Begrüßung der Gäste.
An der Feier nahmen unter anderem der Lindauer Landrat Elmar Stegmann sowie die ersten Bürgermeister aus Lindenberg und Scheidegg, Peter Stahl und Ulrich Pfanner, teil und hielten jeweils ein kurzes Grußwort. Wolfgang Endres sprach als Vertreter der Kreisbrandinspektion. Anschließend nahm Pfarrer Dr. Joachim Gaida, leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Pfänderrücken, die kirchliche Segnung des Fahrzeugs vor.
Mitarbeitende gestalteten die Veranstaltung zudem als Blasmusikgruppe musikalisch mit. Eines der gespielten Stücke war textlich eigens auf die Werkfeuerwehr angepasst worden und wurde gemeinsam gesungen. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Abendessen im Betriebsrestaurant des Liebherr-Werks.
Werkfeuerwehr besteht seit 1962
Die Betriebsfeuerwehr des Unternehmens wurde bereits 1962 gegründet, zwei Jahre nach der Eröffnung des Liebherr-Standorts in Lindenberg. Im Jahr 2013 wurde sie von der Regierung in eine anerkannte freiwillige Werkfeuerwehr umgewandelt. Seitdem ist die Mannschaft rund um die Uhr alarmierbar und blaulichtberechtigt.
Ebenfalls 2013 hatte die Werkfeuerwehr zuletzt eine Fahrzeugweihe gefeiert. Damals wurde das „ULF“ (Universallöschfahrzeug) in Betrieb genommen. Nach 13 Jahren wird es nun durch das neue Löschfahrzeug Logistik ersetzt.
Das bisherige Fahrzeug soll künftig in Marica in Bulgarien weiter eingesetzt werden. Diese Möglichkeit wurde nach Angaben des Unternehmens von Liebherr initiiert. Werkfeuerwehrleiter Marcel Bader vereinbarte gemeinsam mit einem Kollegen des bulgarischen Schwesterwerks Liebherr-Transportation Systems Marica EOOD mit der dortigen Feuerwehr, dass das Fahrzeug dort weiter genutzt wird.
Daniel Büchele wird Ehrenkommandant
Im Rahmen der Feier wurde zudem der ehemalige Leiter der Werkfeuerwehr, Daniel Büchele, zum Ehrenkommandanten ernannt. Anwesend waren dabei auch Feuerwehr-Mitglieder aus Lindenberg und Scheidegg sowie aktive und ehemalige Mitglieder der Werkfeuerwehr.
Büchele hatte die Werkfeuerwehr 20 Jahre lang geleitet. Vor einem halben Jahr übergab er das Amt an seinen bisherigen Stellvertreter Marcel Bader. Die Stellvertretung übernahm gleichzeitig Benjamin Konrad.
Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH gehört zur Sparte Aerospace und Verkehrstechnik der Firmengruppe Liebherr. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Flugzeugfahrwerke sowie Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme für Flugzeuge und Helikopter aller Art. An den Standorten Lindenberg und Friedrichshafen arbeiten mehr als 4.000 Beschäftigte.
Die familiengeführte Firmengruppe Liebherr umfasst mehr als 150 Gesellschaften auf allen Kontinenten. Im Jahr 2025 beschäftigte sie mehr als 55.000 Mitarbeitende und erzielte einen konsolidierten Gesamtumsatz von mehr als 14 Milliarden Euro. Gegründet wurde das Unternehmen 1949 von Hans Liebherr im süddeutschen Kirchdorf an der Iller.
(Quelle: Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH)