Neue Sommerorte schaffen in Konstanz konsumfreie Plätze mit Sitzgelegenheiten, Schatten und Grün. Ein Wasservernebler sorgt an heißen Tagen zusätzlich für Abkühlung.
Mit unterschiedlichen Angeboten wird in diesem Sommer erprobt, wie öffentliche Räume angenehmer gestaltet und gleichzeitig an hohe Temperaturen angepasst werden können. Das Projekt „Innenstadt von morgen“ aus dem Programm Smart Green City setzt dafür an mehreren Stellen in der Konstanzer Innenstadt an.
Schattige Auszeit auf der Laube
Entlang der Laube beim Lenkbrunnen laden neue Sitzmöbel dazu ein, eine Pause einzulegen, den Straßenraum anders zu nutzen und über die Torgasse in die Innenstadt zu gehen. Damit soll die Verbindung zwischen dem Parkhaus Altstadt und der nördlichen Innenstadt betont werden.
Dabei wird beobachtet, wie die Angebote angenommen werden, wer sie nutzt und ob sich dadurch Wege und Aufenthaltsdauer verändern.
Neue Sitzplätze in der Wessenbergstraße
Neben dem Wessenberg-Kiosk ist ebenfalls ein neuer Aufenthaltsort entstanden. Die eigens für diesen Standort entwickelte Bank bleibt dauerhaft bestehen und bietet eine zusätzliche Sitzmöglichkeit in zentraler Lage, die besonders am Nachmittag im Schatten liegt.
Einige weitere Sitzelemente wurden dem Kulturamt zur Verfügung gestellt. Sie kommen beim kleinen Kulturamt-Sommerort am Turm zur Katz zum Einsatz.
Wassernebel sorgt für Abkühlung
Für eine unmittelbar spürbare Erfrischung an den zuletzt sehr heißen Sommertagen sorgt ein Wasservernebler in der Hussenstraße. Er gibt sehr feine Wassertröpfchen an die Umgebungsluft ab.
Beim Verdunsten wird der Luft Wärme entzogen. Dieser natürliche physikalische Effekt sorgt im direkten Umfeld für Abkühlung, ohne dass die Umgebung stark durchnässt wird. Gerade in dicht bebauten und versiegelten Innenstadtbereichen kann eine solche punktuelle Hitzeentlastung eine sinnvolle Ergänzung zu Bäumen und baulicher Verschattung sein.
Sommerort im Pfalzgarten erweitert
Bereits seit April ist auch der beliebte Sommerort im Pfalzgarten zurück. Sitzmöbel, Kräuterbeete und die besondere Atmosphäre neben dem Münster haben dort bereits im vergangenen Jahr viele Menschen begeistert.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde der Sommerort auch in diesem Jahr erneut aufgebaut und um Schattenelemente ergänzt. Verschattung zählt zu den wirksamsten Maßnahmen gegen sommerliche Hitzebelastung, weil sie verhindert, dass sich Oberflächen und Sitzbereiche durch direkte Sonneneinstrahlung stark aufheizen.
Veränderungen werden direkt erprobt
Die Sommerorte folgen dem Prinzip des „taktischen Urbanismus“. Veränderungen werden zunächst mit überschaubaren und teilweise temporären Mitteln direkt im öffentlichen Raum und unter realen Bedingungen erprobt.
So wird unmittelbar sichtbar, was an einem Ort funktioniert und wo nachgebessert werden sollte. Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem Alltag bilden anschließend eine fundierte Grundlage für weitere, möglichst dauerhafte Entwicklungen.
Klimaanpassung und gute Stadtgestaltung gehören dabei zusammen. Nur wenn öffentliche Räume auch an heißen Tagen angenehm erreichbar und nutzbar bleiben, kann die Innenstadt langfristig ein lebendiger und lebenswerter Ort für alle sein.
(Quelle: Stadt Konstanz)