Das Schulmuseum Friedrichshafen plant eine Ausstellung über Kindheit und Jugend nach 1945. Gesucht werden Alltagsgegenstände, Fotos und persönliche Erinnerungen.
Spielzeug vom Dachboden, alte Kleidungsstücke oder Fotografien aus dem Familienalbum können erzählen, wie Kinder und Jugendliche die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten. Für die geplante Ausstellung sucht das Schulmuseum deshalb Objekte und Geschichten aus der Zeit zwischen 1945 und den frühen 1960er Jahren.
Dabei können es ganz persönliche Dinge sein: ein vom Großvater gebasteltes Auto, ein mehrfach geflickter Teddybär oder das erste Paar Schuhe. Auch Fotografien, die den damaligen Kinderalltag dokumentieren, sind für die Sammlung von Interesse.
Kindheit zwischen Not und Neuanfang
Die Erinnerungen an diese Jahre sind vielfältig. Trümmer und Kriegstraumata gehörten ebenso dazu wie der erste Schultag, die Rückkehr der Väter oder das Wiedersehen mit Freunden und Nachbarn. Ältere Menschen erinnern sich an große Not, aber auch an neu gewonnene Freiheiten.
Zu den Erlebnissen gehörten das Spielen in den Ruinen, ein Tag auf der anderen Seite des Bodensees oder das erste Seehasenfest. Gleichzeitig prägte die deutsche Teilung das Leben vieler Familien. Im Osten bestimmte die Freie Deutsche Jugend mit Zeltlagern und Gruppentreffen einen Teil der Freizeit, während Angehörige wie die Großmutter plötzlich „drüben“ lebten.
Zwei Termine für Abgaben und Gespräche
Am Dienstag, 8. September, steht Sammlungsleiterin Bettina Kießling um 18 Uhr vor der letzten diesjährigen Lesung unterm Apfelbaum für Anfragen, Abgaben und Gespräche zur Verfügung.
Ein weiterer Termin findet am Dienstag, 22. September, ebenfalls um 18 Uhr statt. Er liegt vor der Eröffnung der Ausstellung „Geliebte Gabi“ im Schulmuseum.
Kontakt ist außerdem direkt mit Bettina Kießling per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 07541 203 55602 möglich.
(Quelle: Schulmuseum Friedrichshafen am Bodensee)