Betrügerische Phishing-Mail Unbekannte treiben auf Konto vom 75-Jährigem ihr Unwesen

Unbekannte treiben auf Konto vom 75-Jährigem ihr Unwesen
Phishing nicht ins Netz gehen: Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail, Telefon oder per Post von Ihnen an, so die Polizei. (Symbolbild: saifulasmee chede // iStock / Getty Images Plus)

Am Montag erhielt ein 75-jähriger Mann aus Buchloe eine gefälschte E-Mail von seiner Bank. Er gab gutgläubig seine Kontodaten ein und unbekannte Täter transferierten 25.000 Euro von seinem Konto.

Internetbetrüger versenden fingierte E-Mails, so genannte Phishing-Mails, und wollen so ihre Opfer auf professionell gestaltete Internetseiten leiten. Die Empfänger sollen veranlasst werden, persönliche Daten wie Zugangsdaten, Passwörter, Transaktionsnummern usw. preiszugeben. Tipp der Polizei: Klicken Sie niemals auf den angegebenen Link in der übersandten E-Mail.

Glück im Unglück

Nachdem der Mann aus Buchloe seine Kontodaten eingegeben hatte, transferierte der unbekannte Täter 25.000 Euro vom Tagesgeld- auf das Girokonto des Geschädigten. Anschließend führte er eine Überweisung in Höhe von 17.000 Euro auf das Täterkonto durch. Glücklicherweise konnte die Hausbank das Geld zurückbuchen, so die Polizei.

Zudem hoben die Betrüger mit einer neu erstellten, digitalen EC-Karte in Bochum einen mittleren vierstelligen Betrag ab. Die strafrechtlichen Ermittlungen hat die Polizei Buchloe aufgenommen.

Tipps zum Schutz vor Phishing von der Polizei

Beachten Sie: Kreditkarteninstitute werden solche Schreiben niemals versenden und Sie zur Eingabe persönlicher Daten im Internet auffordern – auch nicht, um der Sicherheit willen.

  • Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten Abweichungen sollten Sie stutzig werden. Tragen Sie ständig benötigte Internet-Adressen in die Favoritenliste Ihres Browsers.
  • Klicken Sie niemals auf den angegeben Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die Adresszeile einzutippen).
  • Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder per Post von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank.
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (bspw. Passwörter oder Transaktionsnummern) per E-Mail.
  • Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen, nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen Download über den direkten Link). Öffnen Sie insbesondere keine angehängten Dateien. Nutzen Sie Antivirenprogramme und Firewalls.
  • Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Kreditinstituts an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank.
  • Beenden Sie die Online-Sitzung bei Ihrer Bank, indem Sie sich abmelden. Schließen Sie nicht lediglich das Browserfenster und wechseln Sie vor Ihrer Abmeldung nicht auf eine andere Internetseite.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen. So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden haben.
  • PIN und TANs sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit Ihrem Browser hergestellt ist. Eine Sichere Verbindung erkennen Sie an dem https:// in der Adresszeile: Im Browserfenster erscheint ein kleines Icon, z. B. in Form eines Vorhängeschlosses, das den jeweiligen Sicherheitsstatus symbolisiert („geschlossen“ bzw. „geöffnet“).
  • Nutzen Sie nur die offizielle Zugangssoftware Ihrer Bank.
  • Nutzen Sie Funktastaturen nur dann für das Online-Banking, wenn diese über eine eingebaute Verschlüsselung verfügen. Dies gilt auch für die Nutzung von Wireless-LAN (WLAN).
  • Achten Sie auf einen Grundschutz Ihrer Hard- und Software. Weitere Informationen dazu finden Sie im Sicherheitskompass von Polizei und BSI.

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West/Polizeiliche Kriminalprävention)

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