Windkraft-Genehmigungen OB Beck mahnt bei Regierungspräsident mehr Tempo an

OB Beck mahnt bei Regierungspräsident mehr Tempo an
Auch in Baden-Württemberg lag die reine Genehmigungszeit im Jahr 2025 noch bei fast 14 Monaten und nicht sieben Monaten – die jahrelangen Vorbereitungen und Gutachten nicht eingerechnet. (Foto: Adrian Specht)
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Tuttlingen. Wie lange dauert die Genehmigung eines Windrades? Hierzu bittet OB Michael Beck Regierungspräsident Carsten Gabbert um klare Angaben und vor allem eine spürbare Beschleunigung der Verfahren. Beck verweist dabei auf Aussagen des scheidenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der hier von sieben Monaten sprach – und stellt diesem Wert reale Erfahrungen gegenüber.

In einem Brief an Gabbert bezieht sich Beck auf ein Treffen des Freiburger Regierungspräsidenten mit verschiedenen Oberbürgermeistern aus Südbaden in Tuttlingen. Dabei habe Gabbert um mehr Leidenschaft beim Ausbau der Windkraft gebeten. „Diesen Aufruf teile ich mit Blick auf Energieunabhängigkeit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu 100 Prozent“, so Beck. Umso mehr ärgere es ihn, dass in der Praxis die Ziele der Landespolitik und die praktische Umsetzung in den zuständigen Behörden nach wie vor weit auseinanderklafften.

Beck bezieht sich dabei auf Aussagen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der schon im Herbst 2024 erklärte, dass man die Genehmigungszeiten für Windkraftanlagen von sieben Jahren auf sieben Monate reduziert habe. In der Praxis, so Beck, sei es aber anders: Verschiedene erfahrene Projektierer, mit denen die Stadt bei der Planung des Windparks Hattinger Berg zusammenarbeitet, sprechen nach wie vor von Planungs- und Genehmigungszeiten von bis zu sieben Jahren. Und auch in Baden-Württemberg lag die reine Genehmigungszeit im Jahr 2025 noch bei fast 14 Monaten und nicht sieben Monaten – die jahrelangen Vorbereitungen und Gutachten nicht eingerechnet.

Für den auf dem Hattinger Berg geplanten Windpark bedeutet dies, dass von heute aus noch fünf Jahre vergehen könnten, bis sich das erste Windrad dreht. Für die betroffenen Kommunalpolitiker, für potenzielle Investoren sowie für Bürger, die sich gerne beteiligen würden, seien solche Perspektiven alles andere als ermutigend. Gerade in Zeiten, in denen sich die welt- und energiepolitischen Rahmenbedingungen ständig ändern, so Beck, müsse es deutlich schneller gehen.

Beck bittet daher Gabbert um eine klare Aussage, dass seitens des RP Freiburg alles dafür getan wird, dass die die nötigen Genehmigungen binnen kürzester Zeit erteilt werden können. Ein weiterer jahrelanger Prozess hingegen würde dafür sorgen, dass es immer schwieriger werde, ein solches Projekt auch konsequent durchzuziehen.

(Quelle: Stadt Tuttlingen)

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