Eine Stadtführung beleuchtet am Freitag, 4. September, die Hexenverfolgung in Tuttlingen. Klaus Hug führt ab 18 Uhr durch ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte.
Zwischen 1597 und 1622 erreichten die Hexenprozesse in Tuttlingen ihre Hochphase. Den Beschuldigten wurden schwere Vergehen wie Schadenszauberei, Kindsmord, Teufelspakt und Teufelsbuhlschaft vorgeworfen.
Unter dem Titel „Recht und Unrecht – Hexenverfolgung wahre und unwahre Geschichten“ nimmt Stadtführer Klaus Hug die Teilnehmenden mit auf eine Reise in die damalige Stadtgeschichte.
15 Frauen wurden hingerichtet
Entgegen einem gängigen Vorurteil fanden Hexenverfolgungen nicht nur in katholischen Gebieten statt. Auch protestantische Territorien wie das Herzogtum Württemberg, zu dem die Herrschaft Tuttlingen seit 1404 gehörte, waren betroffen.
Zwischen 1597 und 1622 wurden in Tuttlingen 15 Frauen, die der Hexerei bezichtigt wurden, hingerichtet. Die letzte Hexenhinrichtung fand 1622 statt.
Treffpunkt und Teilnahme
Die Führung startet am Freitag, 4. September, um 18 Uhr am Haupteingang des Rathauses Tuttlingen. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 6,50 Euro. Kinder bis 14 Jahre und Inhaber der Alb-Card nehmen kostenlos teil.
Eine Anmeldung über die Homepage der Stadt Tuttlingen in der Rubrik „Stadtführungen“ ist möglich und wird empfohlen. Eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.
Weitere Informationen zu den Stadtführungen gibt es bei der Stadt Tuttlingen, Tourismus, unter Telefon (07461) 99-340 sowie unter tuttlingen.de.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)