Zwölf Teams forcieren ihre „eigene Königsklasse“

Zwölf Teams forcieren ihre „eigene Königsklasse“
Fußball im Gras / Symbolbild (Bild: pixabay)

Freier Redakteur
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Zwölf europäische Spitzenklubs haben sich dazu entschieden, fußballerisch ganz neue Wege zu gehen und eine sogenannte Super League zu gründen, an der bis zu 20 Mannschaften teilnehmen sollen. Unter den zwölf Vereinen sind zahlreiche große Namen aus England, Spanien und Italien.

„Zwölf von Europas führenden Fußballvereinen haben sich darauf verständigt, einen neuen Wettbewerb zu etablieren, die Super League“, heißt es in einem Schreiben, das von allen zwölf Teams gemeinsam verbreitet wurde. Die Gründerklubs wollen demnach selbst für die Organisation der „Super League“ zuständig sein.

Es handelt sich dabei um den FC Liverpool, Manchester City, die Tottenham, Hotspurs, Manchester United, den FC Chelsea, den FC Arsenal, den FC Barcelona, Real Madrid, Atletico Madrid, die beiden Mailander Klubs AC und Inter sowie Juventus Turin. Es sollen – laut Mitteilung – noch bis zu drei weitere feste Gründungsmitglieder hinzukommen.

Geplant sei, dass die 15 „Gründer“ zusammen mit fünf wechselnden „Gästen“ einen Turniermodus in zwei Zehnergruppen mit Hin- und Rückspiel austragen, in dessen Verlauf sich die drei besten Teams jeder Gruppe automatisch für das Viertelfinale qualifizieren. Die Vierten und Fünften spielen in Hin- und Rückspiel den siebten und achten Viertelfinal-Teilnehmer aus. Viertel- und Halbfinale sind ebenfalls mit Hin und Rückspiel vorgesehen.

Das Endspiel wird an einem neutralen Ort ausgetragen. Das Turnier solle starten, sobald es die Pandemie zulasse, wobei ein Start jährlich im August angedacht sei. Die UEFA kritisierte die Pläne umgehend und drohte den Klubs sogar mit dem Ausschluss aus ihren Wettbewerben wie der UEFA Champions League oder der UEFA Europa League. Die Gründerklubs möchten jedoch auf die beiden Verbände UEFA und FIFA zugehen und das Gespräch suchen.