Zukunftstag im Wohnpark St. Josef Altshausen

Zukunftstag im Wohnpark St. Josef Altshausen
Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich an dem Zukunftstag in Altshausen. (Bild: Felix Kästle/St. Elisabeth-Stiftung)
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Redaktion

Wie kann der Standort der St. Elisabeth-Stiftung in Altshausen im Jahr 2030 möglichst bedarfs- und zukunftsorientiert gestaltet werden? Mit dieser Frage haben sich rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Zukunftstag im Wohnpark St. Josef in Altshausen beschäftigt. Das Ziel des Tages war es, verschiedene Modelle und Ideenansätze zu entwickeln, die von der St. Elisabeth-Stiftung im Nachgang geprüft und weiter ausgearbeitet werden.

Im 18. und 19. Jahrhundert war das Gebäude des Wohnparks St. Josef eine Zuckerfabrik und so stand der gesamte Zukunftstag unter die Symbolik des Zuckers.  Andrea Thiele, Vorständin der St. Elisabeth-Stiftung, betonte bei Ihrer Begrüßung: „Die Zuckerrüben wurden früher im Laufe des Produktionsprozesses auf das Wesentliche reduziert, nämlich den Zuckersirup, um ihn schließlich der Veredelung zuzuführen. Dies haben wir nun auch mit den Ideen vor.“ Und neue Ideen braucht der gesamte Standort in Altshausen. „Durch die bauliche Umsetzung der Landesheimbauverordnung wurde die Kapazität des Pflegeheims von einst 99 Betten auf nunmehr 40 reduziert,“ erläutert Andrea Thiele und ergänzt, „dass die St. Elisabeth-Stiftung aktuell jedes Jahr mehrere hunderttausend Euro zuschießt, um den Standort halten zu können. Dies ist auf Dauer für die St. Elisabeth-Stiftung nicht möglich.“ Gebraucht werde „eine umsetzbare Vision, mit der wir den Erhalt dieses Standorts finanzieren können,“ so Andrea Thiele.

In heterogen durchmischten Workshop-Gruppen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zukunftstages Ideen für den Standort entwickelt. Mit dabei waren unter anderem der Landtagsabgeordnete Raimund Haser, Sozialdezernent Reinhard Friedel aus Ravensburg, Sozialdezernent Torsten Schillinger aus Sigmaringen, der persönliche Referent des Herzogshauses Joachim Butz, Altshausens Bürgermeister Patrick Bauser, Gemeinderäte, Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Firmen aus Altshausen, aus dem Bildungsbereich und dem Finanzwesen ebenso wie Vorstand, Mitarbeitende sowie Mitglieder des Führungsteams der St. Elisabeth-Stiftung.

Nach einem künstlerischen Impuls des Poetry Slammers Tobias Heyel aus Stuttgart und einer Führung durch die Räumlichkeiten und über das Gelände des Wohnparks, ging es für die einzelnen Gruppen in die moderierten Workshops. Dabei wurden potenzielle Nutzergruppen und regionale Bedürfnisse zusammengetragen. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde von jeder Gruppe eine konkrete Idee ausgearbeitet und ein Prototyp für die spätere Vorstellung im Plenum entwickelt. Zwischen den intensiven Workshop-Runden sorgte Physiotherapeutin Christine Albrecht aus dem Bereich Gesund & Fit der St. Elisabeth-Stiftung für die körperliche Lockerheit und der Zukunftsforscher David Borst für die zukunftsorientierte und visionäre Inspiration. Abgeschlossen wurde der Zukunftstag in Althausen durch eine Spiegel-Theatergruppe aus München, die den gesamten Tag humoristisch aber treffend Revue passieren ließ.

Vorständin Andrea Thiele fasst den Zukunftstag wie folgt zusammen: „Wir haben uns intensiv auf diesen Tag vorbereitet und sind sehr dankbar für die vielen Ideen und Ansätze, mit denen wir uns nun detailliert auseinandersetzen werden.“ Wann genau das neue Konzept für den Standort in Althausen vorgestellt wird, lässt die St. Elisabeth-Stiftung noch offen. „Mit dem Zukunftstag haben wir eine hervorragende Basis geschaffen. Jetzt sind wir dran, die Ideen weiter auszuarbeiten und Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Zu gegebener Zeit werden wir die Teilnehmenden des Zukunftstages sowie die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren,“ versichert Andrea Thiele.

(Pressemitteilung: St. Elisabeth-Stiftung)