Wohnbebauung Allmand-Carré wird mit Häfler Baukulturpreis ausgezeichnet

Wohnbebauung Allmand-Carré wird mit Häfler Baukulturpreis ausgezeichnet
Preisträger Baukulturpreis Friedrichshafen 2020 (von links): Dr.-Ing. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister, Preisrichter, Wolfgang Riehle, Vorsitzender Preisgericht, Dr. Wolfgang Sigg, Kreisbaugenossenschaft eG, Bernhard Küchle, Kreisbaugenossenschaft eG, Thomas Hirthe, Hirthe Architekten, FN, Nicolas Schwager, Lanz Schwager Architekten, KN, Christian Seng, 365° freiraum + Umwelt, Überlingen, Thomas Linse, Kreisbaugenossenschaft eG (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Die Kreisbaugenossenschaft eG Friedrichshafen, die Architektengemeinschaft Hirthe- Lanz Schwager BDA sowie das Landschaftsarchitekturbüro 365° freiraum + umwelt sind für das Projekt Wohnbebauung Allmand-Carré mit dem Baukulturpreis Friedrichshafen 2020 ausgezeichnet worden.

Der Preis ist mit 10000 Euro dotiert und wurde erstmals vergeben. Er soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. Eine Anerkennung für die vorbildliche Sanierung von Fallenbrunnen 1 erhielten die Bauknecht Projekt Fallenbrunnen GmbH als Bauherr sowie die Architekten Hildebrand + Schwarz Architekten und das Büro 365° freiraum + umwelt.

Unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen war nur eine begrenzte Zahl an Gästen im Hugo-Eckener-Saal des Graf-Zeppelin-Haus zur Verleihung zugelassen. Trotz der Einschränkungen war es – laut Mitteilung der Stadt Friedrichshafen – ein festlicher Rahmen, in dem der erste Baukulturpreis 2020 übergeben wurde.

Begrüßt wurden die Gäste vom Ersten Bürgermeister Dr. Stefan Köhler. Die Festrede zum Thema Baukultur hielt Rainer Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Hinzu kamen Videobotschaften von Schirmherrn und Oberbürgermeister Andreas Brand, von der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, vom Präsidenten der Architektenkammer Baden-Württemberg, Markus Müller und von Stefan Behnisch von Behnisch Architekten in Stuttgart.

„Wir wollen mit dem Baukulturpreis Anreize schaffen, qualitätsvoll zu bauen. Gleichzeitig wollen wir die lokale Baukultur stärken und das öffentliche Bewusstsein für Baukultur im Alltag schärfen sowie das Stadtgrün fördern und die stadtbildprägende Bausubstanz erhalten. Um qualitätsvolle Bauwerke zu schaffen, müssen alle am Bau Beteiligten zusammenwirken. Deshalb würdigt der Preis auch die Leistung der Planer und Planerinnen sowie der Bauherrinnen und Bauherren“, sagte Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler.

Mit dem Baukulturpreis ausgezeichnet wurde die Kreisbaugenossenschaft eG Friedrichshafen und die Architektengemeinschaft Hirthe-Lanz Schwager BDA für ihre gelungene Wohnbebauung Allmand-Carré. Für die Tragwerksplanung zuständig waren Baustatik Relling und die gelungene Außenanlage wurden gestaltet vom Landschaftsarchitekturbüro 365Grad freiraum + umwelt. Zusätzlich war Diether F. Domes für die Kunst am Bau verantwortlich.

Im Allmand-Carré hat die Kreisbaugenossenschaft Bodenseekreis 97 Wohnungen geschaffen, darunter 38 betreute Seniorenwohnungen und eine Seniorenwohngemeinschaft. In der Begründung der Jury heißt es: Die vier senkrecht zur inzwischen attraktiv umgebauten und verkehrsberuhigten Allmandstraße angeordneten Wohn- und Geschäftshäuser leiten mit ihrer städtebaulich kammartigen, offenen Parallelstruktur in überzeugender Weise vom Straßenraum im Westen in den Grünraum im Osten des Areals über.


Darüber hinaus sprach die Jury eine Anerkennung aus, und zwar für die Sanierung des Gebäudes in Fallenbrunnen 1. Diese ging an den Bauherrn Bauknecht Projekt Fallenbrunnen für die vorbildliche Sanierung eines alten Kasernengebäudes, in dem die Swiss International School untergebracht ist. Architekten waren Hildebrand & Schwarz Architekten GmbH aus Friedrichshafen. Die Außenanlagen dieses Projekts wurden ebenfalls vom Landschaftsarchitekturbüro 365Grad freiraum + umwelt gestaltet.

Überreicht wurden die Urkunden und die Plakette für den Baukulturpreis an die Preisträger des Baukulturpreis Friedrichshafen 2020 sowie die Urkunden für die Anerkennung von Ersten Bürgermeister Dr. Stefan Köhler und dem Vorsitzenden des Preisgerichtes Wolfgang Riehle.