Winterdienst ist startklar: 1.000 Tonnen Salz liegen bereit

Winterdienst ist startklar: 1.000 Tonnen Salz liegen bereit
Ein Winterdienst Einsatz im Januar 2021. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit: Die Einsatzpläne sind fertig, Das Salzlager ist aufgefüllt, die Fahrzeuge gewartet – der Winterdienst der Stadt ist startklar für die bevorstehenden Wintermonate. Acht Räum- und Streufahrzeuge, fünf Schmalspurfahrzeuge und drei Kleintraktoren wurden mit Schneepflügen und Salzstreuautomaten ausgestattet.

Die Salzsilos und die überdachten Lager in den Städtischen Baubetrieben sind mit 1.000 Tonnen Streusalz aufgefüllt. Dazu kommen 25 Tonnen Splitt, 25 Tonnen Splitt-Salz-Gemisch, 30.000 Liter Calciumchlorid-Lösung sowie 25 Tonnen Calciumchlorid-Flocken zur Feuchtsalzmischung. Verteilt über das Stadtgebiet stehen insbesondere an Gefahrenstellen und Steigungen 72 Streugutkisten mit einem Splitt-Salz-Gemisch. Das Splitt-Salz-Gemisch in den Streugutkisten dient in erster Linie den Handkolonnen der Städtischen Baubetriebe. Zudem können Kraftfahrer das Streumaterial als Anfahrtshilfe nutzen.

Im maschinellen Winterdienst wird fast ausschließlich Feuchtsalz FS 30 verwendet. Das ist bei wenig Schnee und häufiger Glätte am wirksamsten. Um den Salzeinsatz zu minimieren, setzen die Städtischen Baubetriebe darauf, alle übergeordneten, verkehrswichtigen und gefährlichen Straßenabschnitte möglichst schnell vom Schnee zu räumen.

In ökologisch besonders sensiblen Bereichen wie zum Beispiel auf der Uferparkpromenade wird ausschließlich Splitt gestreut. Bei Überwegen, Treppen, steilen Rampen und an Bushaltestellen wird ein Splitt-Salz-Gemisch verwendet.

Räum- und Streuplan für den Wintereinsatz

Wenn es stark und anhaltend schneit und die Schneedecke mehr als drei Zentimeter beträgt, wird nach Räumplan gearbeitet. Bei Glätte und geringem Schneefall kommt der Streuplan zum Einsatz. In welcher Reihenfolge die Straßen geräumt werden, ist in drei Dringlichkeitsstufen eingestuft.

Werktags geht es um 4 Uhr los

Bei Glätte und Schneefall rücken die Mitarbeiter der Städtischen Baubetriebe wochentags um 4 Uhr aus. Ihr Einsatz endet spätestens um 22 Uhr. An den Wochenenden und an Feiertagen beginnt der Räum- und Streueinsatz um 5 Uhr. Zudem ist ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst eingerichtet. Zu dessen Aufgabe gehört es, sich über die Wettervorhersagenbeim Deutschen Wetterdienst auf dem Laufenden zu halten. Außerdem werden an 16 besonders sensiblen Messpunkten in der Stadt die Straßenbedingungen um 3 Uhr und um 19 Uhr kontrolliert.

Wenn es notwendig ist, können die Einsatzfahrzeuge innerhalb von 30 Minuten ausrücken. Kontrollpunkte sind Krehenberg, Oberlottenweiler, Berger Steige, Raderach, Raderacher Straße (K7742) Röntgenstraße, Manzeller Brücke, Sonnenbergstraße, Unterführung St. Elisabeth, die Fußgängerzone Höhe Antonius-Eck, der Parkplatz Eckenerstraße sowie die Brücken Lindauer Straße, Paulinenstraße, Flugplatzstraße, Messestraße und Äußere Ailinger Straße.

Winterdienst in zwei Schichten

Im Winterdienst arbeiten die Mitarbeiter in zwei Schichten. In jeder Schicht sind 36 Mitarbeiter im Einsatz. Es werden acht Lastkraftwagen und Unimogs, fünf Schmalspurfahrzeuge, drei Kleintraktoren und sieben Mannschaftswagen eingesetzt. Öffentliche Straßen, Wege und Plätze sowie Radwege und Radfahrschutzstreifen werden von den Baubetrieben der Stadt geräumt und gestreut.

Fahrzeuge am Straßenrand behindern Räumfahrzeuge

Probleme machen den Fahrern der Räum- und Streufahrzeuge immer wieder am Straßenrand abgestellte Kraftfahrzeuge. Gerade in besonders schmalen Wohngebietsstraßen gibt es für die mit sperrigen Räumschilden ausgerüsteten Fahrzeuge oft kaum ein Durchkommen. In solchen Fällen können die Straßen nicht geräumt werden. Deshalb sollten die Autofahrer darauf achten, dass ein Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern verbleibt. Die Städtischen Baubetriebe betreuen ein Straßennetz von über 300 Kilometern.

Information zu den Dringlichkeitsstufen:

Dringlichkeitsstufe 1

Zu den Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 gehören besondere Gefahrenstellen und sämtliche in geschlossener Ortslage verlaufende Bundesstraßen und andere vorrangige Straßen. Straßen in denen Linien- und Schulbusse fahren sowie alle verkehrswichtigen Hauptverbindungen zu den einzelnen Ortsteilen gehören ebenfalls in die Dringlichkeitsstufe 1. Diese werden von den Mitarbeitern der Städtischen Baubetriebe als erstes bearbeitet.

Dinglichkeitsstufe 2

In die Dringlichkeitsstufe 2 eingestuft sind weitere wichtige Straßen wie die Hauptzubringerstraßen zu den Wohngebieten. Erst wenn die Straßen der Dringlichkeitsstufen 1 und 2 geräumt sind und der Verkehr reibungslos verläuft, werden die Straßen der Dringlichkeitsstufe 3 geräumt.

Dringlichkeitsstufe 3

Zu dieser Kategorie zählen alle Straßen mit geringer Verkehrsbedeutung insbesondere Nebenstraßen in Wohngebieten.

Bei dauerhaft starkem Schneefall werden zunächst ausschließlich die Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 und 2 geräumt bis der Verkehr wieder weitestgehend reibungslos verläuft, während die Straßen der Dringlichkeitsstufe 3 vorläufig unberücksichtigt bleiben müssen.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)