Spenden in Höhe von 28.000 Euro Wilhelma unterstützt Zoos der Ukraine

Wilhelma unterstützt Zoos der Ukraine
Mit dem Geld kaufen die ukrainischen Zoos zum Beispiel Generatoren, Brennholz, Nahrung und Tierarznei. (Bild: Wilhelma/EAZA)
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Redaktion

Das Leid in der Ukraine durch den Krieg betrifft neben den Menschen auch die Zootiere. Deshalb unterstützt die Wilhelma die Initiative des europäischen Dachverbands EAZA, den Kollegen im Kriegsgebiet unter die Arme zu greifen. Jetzt wurde erneut 13.000 Euro weitergeben.

Insgesamt sind in der Wilhelma in Stuttgart in diesem Jahr schon 28.000 Euro zusammengekommen. Die Versorgung der Tiere in den ukrainischen Zoos ist wegen der zerstörten Infrastruktur weiterhin eine große Herausforderung. Kaputte Straßen und Wasserleitungen, abgeschnittene Versorgungswege sowie fehlende Medikamente, Stromausfälle und Futterengpässe: Unter diesen Bedingungen müssen die Zootiere in der Ukraine über die Runden kommen. Trotzdem bleiben mutige Mitarbeiter vor Ort und kümmern sich um Affen, Löwen und Co. Dabei stehen die Teams und Tiere unter großem Stress.

Die Wilhelma zeigt Solidarität mit der Ukraine und sammelt Spenden für die Zoos im Krisengebiet.
Die Wilhelma zeigt Solidarität mit der Ukraine und sammelt Spenden für die Zoos im Krisengebiet. (Bild: Wilhelma Stuttgart)

Der Fond konnte bisher mehr als 1,6 Millionen Euro sammeln

Um die Hilfe für die ukrainischen Zoos zu koordinieren, hat der Europäische Verband der Zoos und Aquarien im Frühjahr einen Notfallfonds eingerichtet. Die Vereinigung der wissenschaftlich geführten Einrichtungen bündelt so die Spendenaktionen seiner rund 400 Mitgliedsorganisationen. Damit können die Gelder im engen Austausch mit dem ukrainischen Zooverband gebündelt passgenau dafür eingesetzt werden, was wo am dringendsten benötigt wird. Der Fonds konnte bis Ende Oktober mehr als 1,6 Millionen Euro sammeln.

Eine Entspannung ist leider nicht in Sicht

Mit dem Geld kaufen die ukrainischen Zoos zum Beispiel Generatoren, Brennholz, Nahrung und Tierarznei. Außerdem können durch die internationale Unterstützung bei Bedarf Tiere aus besonders stark betroffenen oder zerstörten Einrichtungen evakuiert werden. „Jetzt steht der Winter vor der Tür und eine Entspannung der Situation ist leider nicht in Sicht“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Daher freuen wir uns über jeden Euro, den wir an die Zoos in Not geben können.“ Wer seine Spende auf das Konto der Wilhelma mit dem Verwendungszweck „Ukraine“ überweist, kann sicher sein, dass die Summe ohne jeden Abzug an den EAZA-Fonds weitergeleitet wird. Die Bankverbindung steht auf der Wilhelma-Webseite unter „Engagement“.