„Wild Wings“ haben nach geglückter Heimpremiere das Nachsehen

„Wild Wings“ haben nach geglückter Heimpremiere das Nachsehen
Nach dem Kantersieg gegen Berlin, folgt für die "Wild Wings" (blaue Trikots) eine knappe Niederlage gegen München. (Bild: City-Press)
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Redaktion

Schwenningen – Nachdem die Schwenninger Wild Wings bei ihrer Heimpremiere im Rahmen des MagentaSport-Cups gegen die Eisbären aus Berlin mit einem klaren 7:2-Erfolg vom Eis gegangen sind, gab es gestern gegen das Spitzenteam aus der bayrischen Landeshauptstadt München eine knappe 2:3-Niederlage. Somit haben die Schwenninger den ersten Matchball für den Einzug ins Halbfinale beim prestigeträchtigen Vorbereitungsturnier verpasst.

Der EHC München startete – laut Mitteilung der Wild Wings – deutlich fokussierter als noch vor zwei Wochen in die Begegnung mit dem Traditionsclub vom Neckar. Zunächst gab es zwei gute Chancen auf beiden Seiten. Christopher Bourke prüfte den erneut starken Cerveny direkt in der Anfangsphase, ehe Schwenningen durch Alexander Weiß zu seiner lange Zeit gefährlichsten Aktion kam.

Dann übernahmen wieder die Mannen von Headcoach Steve Walker die Initiative und die Wild Wings kassierten ihren ersten Treffer in Unterzahl seit Turnierbeginn. Frank Mauer war der Torschütze (9. Spielminute). München blieb die spielbestimmende Mannschaft und fand in den ersten 20 Minuten noch einmal den Weg vorbei an Patrik Cerveny.

Daryl Boyle hatte zunächst viel Scheibenglück und machte dann einen smarten „Move“, der den Münchnern eine Zwei-Tore-Führung besorgte. 92 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, als Colby Robak von der blauen Linie abzog. Daniel Pfaffengut nahm RBM-Goalie Kevin Reich die Sicht und so schlug die Scheibe zum Anschlusstreffer im Tor ein.

Von nun an waren die Schwenninger erst so richtig im Spiel und kreierten mehrere sehenswerte Kombinationen, die allerdings nicht zu einem weiteren Tor führten. Darüber hinaus verletzte sich Kapitän Travis Turnbull in dieser Phase so schwer, dass er nicht mehr aufs Eis zurückkehren konnte.

Zum Ende überstand das Heimteam selbst eine doppelte Unterzahl unbeschadet und hielt den knappen Rückstand, mit dem es in die letzten 20 Minuten ging. Doch der währte nicht lange. Patrik Hager auf Zuspiel des gerade einmal 16 Jahre alten Julian Lutz und keine Chance für Cerveny: 1:3 aus Sicht des Teams von Niklas Sundblad.

In der Folge hatten die Hausherren durch Bassen und Weiß gute Aktionen in der Offensive, aber auch Pfosten- und Lattenglück sowie Patrik Cerveny. Als auf der Uhr die letzten drei Minuten anbrachen, war so ein wenig Ruhe eingekehrt und als Johannes Huß dann auch noch auf die Strafbank musste, sah es nicht gut aus für ein Comeback der Wild Wings.

Doch ein „Big-Save“ von Cerveny schickte die Spink Zwillinge in ein „Zwei auf null“. Das Brüderpaar vollendete (Tyson auf Tylor) und brachte ihr Team zurück ins Spiel. Jedoch rannten die Sekunden aus Sicht der in blau spielenden Schwenninger zu schnell von der Uhr und das Match ging mit 2:3 verloren.

Nun müssen – laut Mitteilung – im Derby gegen Mannheim vermutlich mindestens zwei Punkte eingefahren werden, um das Ticket fürs Halbfinale im zweiten Anlauf zu lösen.