Wieder Warnstreiks bei der Postbank im Südwesten

Wieder Warnstreiks bei der Postbank im Südwesten
Ein Schild mit dem Logo der Postbank ist an der Fassade einer Bankfiliale angebracht. (Bild: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)
WOCHENBLATT
Redaktion

Stuttgart (dpa/lsw) – Die Gewerkschaft Verdi ruft in der Tarifrunde für die Beschäftigten der Postbank erneut zu Warnstreiks auf. Am Freitag und Samstag sollen sich die Beschäftigten der acht Postbank-Filialen im Südwesten an befristeten Arbeitsniederlegungen beteiligen, wie Verdi am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Dass die Arbeitgeber bisher noch nicht einmal ein Angebot angedeutet hätten, habe die Mitarbeitenden enttäuscht. Sie seien es, die trotz der Pandemie den Laden am Laufen hielten.

Die zweite Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt ist für kommenden Dienstag angesetzt. Insgesamt arbeiten in Baden-Württemberg rund 1500 Beschäftigte im Deutsche-Bank-Konzern, die unter die Tarifverträge der Postbank fallen, wie Verdi mitteilte. Knapp 40 Prozent davon haben demnach Beamtenstatus.

Verdi fordert für die bundesweit rund 15.000 Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens 180 Euro. Die Ausbildungsvergütung soll um 150 Euro erhöht, Auszubildende sollen nach Abschluss unbefristet übernommen werden. Zudem will die Gewerkschaft eine Corona-Prämie und Anspruch auf Arbeit im Homeoffice durchsetzen.

Verhandelt wird seit dem 10. Januar. Wegen einer aus Verdi-Sicht enttäuschenden ersten Runde gab es bei der Postbank bereits erste Warnstreiks. Tarifverträge für die Postbank werden wegen einer Tradition von Haustarifverträgen gesondert verhandelt und nicht im Rahmen der regulären Verhandlungen für Privat- sowie Landes- und Förderbanken.