Wettbewerb „Profis leisten was“: Neun Landessieger aus unserer Region fahren jetzt nach Berlin

Wettbewerb „Profis leisten was“: Neun Landessieger aus unserer Region fahren jetzt nach Berlin
So sehen Sieger aus (v.l.n.r.): Joachim Krimmer (Präsident der Handwerkskammer Ulm), Sebastian Freßle, Steven Sing, Christoph Hegele, Tobias Bollinger, Tim Stelzer, Jonas Knorr, Clemens Jägermann, Thomas Dörflinger (CDU-Landtagsabgeordneter) und Rainer Reichhold (Präsident Baden-Württembergischer Handwerkstag e. V.). Es fehlen Tobias Stehle und Jonathan Rößler. (Bild: Handwerkskammer)
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Redaktion

Ulm – Talentierte Nachwuchskräfte zeigen beim Leistungswettbewerb des Handwerks ihr Können und werden für herausragende Leistungen ausgezeichnet – Insgesamt 26 Gesellinnen und Gesellen zwischen Ostalb und Bodensee auf Landesebene erfolgreich.

Neun junge Handwerker aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind Landessieger im Wettbewerb „Profis leisten was (PLW)“. Die Gewinner haben sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt und nun für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Dieser findet im Dezember in Berlin seinen Abschluss. Auch die diesjährigen Landessieger haben sich im umfangreichen Wettbewerb mit anderen Junghandwerkern gemessen und lagen vorne.

„Damit ist unsere Region ganz oft vorne dabei im Land. Die Betriebe können stolz sein auf ihre Azubis und die Kunden in unserer Region können sich freuen: Unser Auftrag wird vom Landesmeister bearbeitet“, so Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Im Leistungswettbewerb messen sich die besten Handwerksgesellinnen und -gesellen aus den einzelnen Handwerkskammern in ganz Baden-Württemberg.

40 Kammersieger der Handwerkskammer Ulm hatten sich für die Teilnahme am Landesentscheid qualifiziert. Davon haben es nun 26 Handwerkerinnen und Handwerker unter die besten Drei geschafft: Neun davon belegen den ersten Platz, sieben den zweiten und zehn den dritten Platz. Von den Erstplatzierten stammen vier aus dem Ostalbkreis, drei aus dem Landkreis Ravensburg, einer aus dem Alb-Donau-Kreis und einer aus dem Bodenseekreis (siehe unten). Darunter sind beispielsweise ein Brauer und Mälzer, ein Klempner und ein Büchsenmacher. Für die Landessieger geht es jetzt weiter mit dem Wettbewerb auf Bundesebene.

In den sieben Stadt- und Landkreisen des Kammergebiets gibt es derzeit rund 5.500 ausbildungsberechtigte Betriebe. Diesen Handwerksbetrieben liegt die Ausbildung junger Menschen in der Region am Herzen. Sie ist gelebter Ausdruck des handwerklichen Selbstverständnisses, Können und Wissen von einer Generation an die nächste weiterzugeben – zudem immer an echten Aufgaben bei den Kundinnen und Kunden orientiert, nicht an einer theoretischen Aufgabe.

Handwerksbetriebe brauchen diese engagierten Fachkräfte und sind daher auch bereit, in deren Entwicklung und Förderung zu investieren. Die regionalen Betriebe sind verlässliche und krisensichere Arbeitgeber. Sie gilt es auf allen Ebenen zu unterstützen. Denn die Qualität der betrieblichen Ausbildung ist entscheidend für die Zukunftssicherung des Handwerks und für die Versorgung der Region. „Für den Ausbildungsbetrieb ist es ein toller Beleg für das eigene Engagement in der Ausbildung – für die Sicherung der qualifizierten Fachkräfte im Betrieb unerlässlich“, so Mehlich.

In diesem Jahr haben bislang mehr als 2.600 junge Menschen eine Ausbildung im Ulmer Kammergebiet begonnen. Auch nach dem regulären Ausbildungsstart Anfang September sind momentan weiterhin rund 480 Lehrstellen von der Ostalb bis zum Bodensee unbesetzt. Wer noch in diesem Jahr kurzentschlossen eine Lehre oder ein Praktikum im Handwerk beginnen möchte, kann sich online auf der Website der Handwerkskammer Ulm über freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze informieren (www.lehrstellen-radar.de). Bei Fragen zum Thema Ausbildung im Handwerk helfen die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Ulm gerne weiter – Telefon: 0731 1425-6221.

Wettbewerb des baden-württembergischen Handwerks „Profis leisten was (PLW)“

Der Leistungswettbewerb findet bereits seit 1951 statt. Junge Handwerkerinnen und Handwerkern unter 27 Jahren stellen auf Kammer-, Landes- und auch Bundesebene ihre Fähigkeiten unter Beweis und messen sich.

1. Landessieger 2021 aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm:

Ostalbkreis:

  • Clemens Jägermann, Brauer und Mälzer bei Aalener Löwenbrauerei Gebr. Barth KG aus Aalen
  • Steven Sing, Klempner bei Blauflaschnerei Meidert aus Aalen
  • Tim Stelzer, Estrichleger bei Marc Herrmann Estriche GmbH aus Aalen
  • Jonas Knorr, Kraftfahrzeugmechatroniker bei Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH aus Schwäbisch Gmünd

Landkreis Ravensburg:

  • Sebastian Freßle, Seiler bei Seil-Marschall GmbH aus Ravensburg
  • Tobias Stehle, Büchsenmacher bei Blaser Group GmbH aus Isny im Allgäu
  • Christoph Hegele, Metallbauer bei Rupert App GmbH & Co. aus Leutkirch im Allgäu

Alb-Donau-Kreis:

  • Tobias Bollinger, Elektroniker bei Bollinger Elektro Heizung Sanitär GmbH aus Nellingen

Bodenseekreis:

  • Jonathan Rößler, Metallbauer bei Kunstschmiede Hafen aus Meckenbeuren

2. Landessieger:

Landkreis Ravensburg:

  • Iwana Waizenegger, Hörakustikerin bei Zengerle & Riederer Hörsysteme GmbH aus Wangen im Allgäu
  • Claudia Elisabeth Lichtensteiger, Bäckerin bei Landbäckerei Heinzelmann aus Wolfegg
  • Johannes Ruß, Raumausstatter bei Krug Raumausstattung aus Bad Schussenried

Alb-Donau-Kreis:

  • Benjamin Iser, Feinwerkmechaniker bei Junginger Mechanik aus Blaustein
  • Maximilian Geiselhart, Fleischer bei Metzgerei Weinbuch aus Öpfingen

Landkreis Biberach:

  • Angelina Bartulej, Fahrzeuglackiererin bei Lackiercenter.com Özdemir GmbH aus Riedlingen

Ostalbkreis:

  • Ann-Marie Götz, Malerin und Lackiererin bei Maler Schneck aus Kirchheim am Ries

(Pressemitteilung: Handwerkskammer Ulm)