Weihnachtssterne schaffen im Wintergarten Adventsatmosphäre

Weihnachtssterne schaffen im Wintergarten Adventsatmosphäre
Dutzende verschiedener Weihnachtssterne geben dem satten Grün des historischen Wintergartens jetzt einen festlichen Farbglanz. (Bild: Wilhelma Stuttgart)
WOCHENBLATT
Redaktion

Stuttgart – Draußen werden die Temperaturen immer winterlicher und drinnen kommt langsam Feiertagsstimmung auf. Im historischen Wintergarten der Wilhelma haben jetzt traditionell wieder die Weihnachtssterne mit ihr kräftig roten Hochblättern farblich die Regie zwischen dem satten Grün der Palmen und Bananenstauden übernommen. Akzente zum festlichen Flair steuern weiße Weihnachtssterne bei.

Je nach Saison erwarten die Besucherinnen und Besucher im Wintergarten des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart stets neue blühende Überraschungen. Jetzt im Advent sind wieder die beliebten Weihnachtssterne an der Reihe.

In ihrer ursprünglichen Heimat in Mittel- und Südamerika wachsen die Poinsettien zu vier Meter hohen Sträuchern heran – ebenso wie mittlerweile in Afrika, Asien oder Australien, wo die importierten Schönheiten verwilderten und sich selbst in der Natur verbreitet haben. Auch auf den Kanaren erkennen manche Touristen in den übermannshohen dekorativen Büschen oft erst bei näherem Augenschein die handlich-kleine Topfpflanze von ihren Gabentischen daheim wieder.

Die attraktiven roten Blätter der Euphorbia pulcherrima sind übrigens keine Blüten, wie viele meinen, sondern so genannte Hochblätter – ihre eigentlichen Blüten sitzen dazwischen und sind klein, grün-gelb und unscheinbar.

Die Rolle farbiger Hochblätter ist aber identisch mit der von bunten Blüten: Sie sollen Insekten ködern, die das Bestäuben der Pflanzen übernehmen.

Dass diese tropische Pflanze heute in vielen Ländern als Weihnachtspflanze schlechthin gilt, ist einer Gärtnerei aus den USA zu verdanken: Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die deutschstämmigen Unternehmer Albert und Paul Ecke auf die Idee, die Wolfsmilchgewächse im großen Stil in der Weihnachtszeit zu vermarkten. Zunächst wurde die bis dahin vor allem als Euphorbia bekannte Pflanze kurzerhand in „Christmas Star“ umbenannt und als Schnittblumen verkauft.

Schnell entwickelte sich aber die Tradition, Poinsettien als Zimmerpflanzen zu kultivieren. Ab 1950 kam der Weihnachtsbrauch auch nach Europa und hielt Einzug in die Wohnzimmer. Weltweit zählt der Weihnachtsstern zu den am meisten kultivierten Zierpflanzen. Das Gartenbauunternehmen Paul Ecke Ranch ist übrigens heute deren weltgrößter Züchter.

(Pressemitteilung: Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart)