Wechsel im Vorstand der Gesellschaft für Virologie

Wechsel im Vorstand der Gesellschaft für Virologie
Professor Dr. Thomas Stamminger leitet seit Januar 2018 das Institut für Virologie am Universitätsklinikum Ulm und wurde nun zum 1. Vizepräsidenten der Gesellschaft für Virologie e.V. gewählt. (Quelle: Universitätsklinikum Ulm)
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Redaktion

Professor Dr. Thomas Stamminger übernimmt Amt des Ersten Vizepräsidenten

Professor Dr. Thomas Stamminger, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Ulm, ist neuer Erster Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV). Gewählt wurde der Virologe bereits Ende letzten Jahres – bedingt durch die Coronavirus-Pandemie erfolgte der Wechsel im Vorstand jedoch mit zeitlicher Verzögerung. Mit mehr als 1000 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die GfV als größte europäische Fachgesellschaft für die Virologie.

„Ich freue mich sehr über die Wahl zum Ersten Vizepräsidenten der GfV und möchte mich bei allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken“, erklärt Professor Thomas Stamminger. „Meine Vorstandskolleginnen und -kollegen und ich sehen uns als Team und werden die zukünftigen Aufgaben unseren Expertisen entsprechend aufteilen.“ Die GfV setzt sich beispielsweise für die Vermehrung und den Austausch von Wissen auf dem Gebiet der virologischen Forschung ein, beantwortet Anfragen zu neuen Gesetzgebungsverfahren im Bereich des Gesundheitswesens, wirkt bei der Erstellung von Leitlinien mit und fördert nicht zuletzt den virologisch interessierten Nachwuchs. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat die GfV eine besondere Stellung eingenommen und gibt etwa Empfehlungen zum Umgang mit dem Virus. „Die Coronavirus-Pandemie hat wieder einmal gezeigt, was für ein außerordentlich wichtiges Fachgebiet die Virologie ist. Als größte europäische Fachgesellschaft bringen wir unsere Expertise ein und stehen der Politik beratend zu Seite“, betont Professor Stamminger.

Das Spezialgebiet von Professor Thomas Stamminger ist die Erforschung des Humanen Cytomegalovirus, das zur Familie der Herpesviren gehört und in der Gesellschaft weit verbreitet ist. Erst Ende 2018 wurde er vom Bundesministerium für Gesundheit auf Empfehlung des Robert Koch-Instituts zum Leiter des Konsiliarlabors für Cytomegalievirus berufen, welches Beratungen, Diagnostik sowie wissenschaftliche Studien durchführt.

Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 50.000 Patient*innen stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 300.000 ambulante Quartalsfälle. Rund 6.000 Mitarbeiter*innen leisten an den Standorten des Klinikums universitäre Spitzenmedizin. Mit 29 Kliniken und 15 Instituten bietet das Universitätsklinikum den Patient*innen eine stationäre und ambulante Krankenversorgung auf höchstem Niveau. Das Universitätsklinikum Ulm verfügt über 1.200 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu. An der Ulmer Universität absolvieren rund 3.350 Studierende ein Studium an der Medizinischen Fakultät. Das Universitätsklinikum Ulm ist eines von vier Universitätsklinika in Baden-Württemberg.