Wechsel an CDU-Spitze in zwei Bundesländern

Wechsel an CDU-Spitze in zwei Bundesländern
Christian Baldauf sitzt beim Landesparteitag in Wittlich im Präsidium. (Bild: Harald Tittel/dpa)
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Redaktion

Nach der Wahlniederlage im Bund und dem Führungswechsel zu Friedrich Merz stellen sich auch einige CDU-Landesverbände neu auf. In Mainz wurde am Wochenende Julia Klöckner von ihrem Vorgänger abgelöst.

Wittlich/Güstrow (dpa) – Wechsel an der CDU-Spitze in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern: Der Mainzer Landtagsfraktionschef Christian Baldauf löst Ex-Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ab, und auch in Schwerin übernimmt der Fraktionschef Franz-Robert Liskow den Vorsitz der Landespartei.

Der 54-jährige Baldauf war bis 2010 bereits Klöckners Vorgänger in der Landespartei gewesen. Nach der verlorenen Bundestagswahl hatte sie im Herbst vergangenen Jahres erklärt, nicht mehr anzutreten.

Auf dem Landesparteitag am Samstag in Wittlich stimmten 271 von 324 Delegierten für Baldauf und 49 gegen ihn, 4 Delegierte enthielten sich. Die Partei gab die Zustimmung mit 84,7 Prozent an, einschließlich der Enthaltungen sind es 83,6 Prozent. 

Rheinland-Pfalz war jahrzehntelang CDU-dominiert, mit Ministerpräsidenten wie Helmut Kohl (1969-1976) und Bernhard Vogel (1976-1988). Seit 1991 stellt die SPD den Regierungschef, seit neun Jahren regiert Malu Dreyer.

In Mecklenburg-Vorpommern hat die CDU zwei Jahre mit permanenten Führungswechseln und eine historische Landtagswahl-Schlappe hinter sich und will wieder an Profil und Zustimmung gewinnen. Auf dem Landesparteitag am Samstag in Güstrow wählten die rund 150 Delegierten den 34-jährigen Liskow mit großer Mehrheit zum neuen Parteichef. Er war ohne Gegenkandidaten angetreten und erhielt nach CDU-Rechnung 84,6 Prozent der Stimmen. Nach 15 Jahren als Juniorpartner der SPD war die Union im vorigen Herbst aus der Regierung ausgeschieden. Die SPD hatte sich für die Linke als neue Partnerin entschieden.