Tierquäler gesucht Wassertröge für Kühe unter Strom gesetzt: PETA bietet Belohnung

Wassertröge für Kühe unter Strom gesetzt: PETA bietet Belohnung
Hinterhältig und gemein: Unbekannte haben in Lindenberg auf einer Kuhweide einen Elektrozaun zerschnitten und die losen Enden in den Wassertrog der Tiere gelegt. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Unbekannte Person haben mehrfach Wassertröge auf einer Allgäuer Kuhweide in Lindenberg unter Strom gesetzt. Die Tierschutz-Organisation PETA bietet für jegliche Hinweise nun eine Belohnung in Höhe von 500 EUR.

„Es ist erschreckend, dass sich Menschen immer wieder neue Methoden ausdenken, um Tiere zu misshandeln“, so Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Wir verzeichnen fast wöchentlich Fälle, bei denen Tiere mit Druckluftwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden.“

Kühe sollen beim Trinken einen Stromschlag bekommen

In Lindenberg wurde ein Elektrozaun zerschnitten und die losen Enden in den Wassertrog gelegt, um so den daraus trinkenden Kühen einen Schlag zu versetzen. Dem Landwirt sind die manipulierten Zäune zwischen dem 26. September und 6. Oktober mehrmals aufgefallen. Nach Angaben der Polizeiinspektion Lindau wurde bislang keines der Rinder ernsthaft verletzt. Sachdienliche Hinweise werden unter Tel. 08382/9100 entgegengenommen.

PETA fordert harte Strafen für Täter als Abschreckung

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETA fordert harte Strafen für Täter, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. „Wer Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person überführen. Menschen, die etwas beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch bei der Tierrechtsorganisation unter 0711-8605910 oder per E-Mail zu melden – auch anonym.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

PETA: „Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

(Quelle: PETA)