Was kann ich persönlich beitragen, den „Winterdienst“ zu unterstützen?

Was kann ich persönlich beitragen, den „Winterdienst“ zu unterstützen?
Ein Räumdienst Fahrzeug befreit die Straße vom Schnee. (Bild: pixabay)
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Redaktion

Bad Wurzach – Auf den ersten Blick scheinen die Zuständigkeiten klar: „Die Gemeinde soll im Winter für freie Straßen sorgen“. Bürgerinnen und Bürger können aber in vielfältiger Form selbst mit dazu beitragen, dass der Winterdienst möglichst reibungsfrei verläuft.

„Dies beginnt schon bei der satzungsgemäß vorgegebenen Räum- und Streupflicht für Anlieger, die eigentlich Selbstverständlichkeit sein sollte“, so Baubetriebshofleiter Frank Lott. „Natürlich ist das Räumen der Straßen wichtig. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sind aber auch zu Fuß unterwegs und hoffen genauso auf einen möglichst schnee- und eisfreien Weg“. Manchem sei hier die persönliche Verantwortung, sozusagen „vor der eigenen Haustüre zu kehren“, leider nicht ausreichend bewusst. „Am Winterdienst in der Stadt sollten sich alle beteiligen, damit wir sichere Wege haben und von geräumten Straßen und Gehwegen profitieren können.“

Aber auch im Hinblick auf den städtischen Räumdienst gebe es viele kleine Beiträge, wie Bürgerinnen und Bürger behilflich sein können. „Bei angekündigtem Schneefall sollten beispielsweise Fahrzeuge nicht unnötig im Straßenraum abgestellt werden“, so Lott. „Dies erschwert sonst die Räumung gerade in engeren Straßen teilweise erheblich. Im schlimmsten Fall muss der Schneepflug sogar umkehren, um Schäden an geparkten Fahrzeugen zu vermeiden“.

Eine gewisse Unsitte sei auch, den Schnee vom eigenen Grundstück einfach auch der Straße zu verteilen. „Letztlich landet dieser dann oft schlicht und einfach wieder in der eigenen Einfahrt oder der des Nachbarn, wenn die Räumfahrzeuge vorbeikommen“, so Lott. Wenn die Schneemassen zu groß sind und sich auf beiden Seiten bereits hohe Schneemassen auftürmen, bleibe oft nur der Weg, den Schnee nach vorne zu räumen, der dann an Lücken wie beispielsweise Einfahrten einfach ausweicht. Nachdem viele Grundstücke einen eigenen Garten haben, sei oft sinnvoller, den Schnee nicht auf die Straße, sondern vor allem in den eigenen Garten zu schippen. „Das hilft zur besseren Verteilung bei großen Schneemengen und ist teilweise sogar sinnvoll zur Vorsorge gegen Frostschäden“.

Verständnis zeigt der Baubetriebshofsleiter dabei dafür, dass gerade für ältere oder eingeschränkte Mitbürgerinnen und Mitbürger das Schneeräumen nicht immer ganz einfach sei. Wer den Räumdienst selbst nicht oder nicht mehr richtig übernehmen kann, könne aber auf unterschiedliche Hilfen zurückgreifen – beispielsweise durch Beauftragung eines privaten Räumdienstes oder auch Anfrage bei Nachbarn zur Unterstützung. „Möglichkeiten gibt es viele. Wünschenswert wäre natürlich, wenn hier jeder im eigenen Umfeld hilfsbedürftige Personen auch mit im Blick hat und Hilfe von sich aus nachbarschaftlich anbietet“.

Bei allen Bemühungen von Stadt und einzelnen Grundstückseigentümern wird das Thema Winterdienst am Ende trotzdem nicht immer ganz reibungsfrei bleiben, ist der Baubetriebshofleiter realistisch.

„Was jedoch überhaupt nicht hilft, sind ungehaltene Vorwürfe teilweise unterhalb der Gürtellinie“. Dies halte ganz im Gegenteil das Bemühen um die Räumung nur auf und sei alles andere als motivierend. „Es geht dabei nicht darum, dass nicht auf ungeräumte Bereiche oder eventuelle Missstände hingewiesen werden darf. Ständige Anrufe während heftiger Schneefallphasen oder wegen relativer Kleinigkeiten führen aber letztlich eher zu weiteren Verzögerungen“, so Lott.

Vor allem an einen vernünftigen Beschwerdeton appelliert er mit Nachdruck. „Wir tun unseren Dienst wirklich gerne und freuen uns daher über jeden vernünftig gegebenen Hinweis“. Solche sollen am Besten unter der Nummer 07564 302-125 oder per Mail unter frank.lott@bad-wurzach.de vorgebracht werden.

(Pressemitteilung: Stadt Bad Wurzach)