Hinterlistigem Betrüger aufgesessen Warnmeldung am PC bringt 66-Jährige um ihr Geld

Warnmeldung am PC bringt 66-Jährige um ihr Geld
Eine Frau aus Weingarten hat wegen angeblicher Viren auf ihrem Computer einem Gauner Codes gegeben und Geld verloren // Symbolbild. (Bild: picture alliance / photothek | Thomas Imo)

Wegen angeblicher Viren auf ihrem PC hat sich eine Frau aus Weingarten am Wochenende mit einem Betrüger eingelassen. Wie die Polizei mitteilte, surfte die 66-Jährige im Netz, als auf ihrem Bildschirm ein Pop-Up-Fenster mit einer Warnmeldung aufpoppte.

TAN-Nummern an Gauner durchgegeben

Darin hieß es, dass die Frau angeblich Viren auf dem Rechner hätte und sie umgehend eine Service-Hotline anrufen soll. Der vermeintliche Mitarbeiter von Windows riet der Frau dazu, mehrere TAN-Nummern durchzugeben, da angeblich bereits Geld über ihr Online-Banking-Konto abgebucht wurde und dies so storniert werden könne. Die Frau folgte der Anweisung.

Falscher Windows-Mitarbeiter sahnt Geld und Codes ab

Der Betrüger buchte in der Folge einen Geldbetrag vom Konto der Frau aus Weingarten ab und forderte sie auf, am nächsten Tag nochmals anzurufen. Als sie dem nachkam, wurde sie dazu aufgefordert, mehrere Google-Play-Karten zu kaufen und die Codes durchzugeben. Die Frau übermittelte daraufhin Codes im Wert von mehreren hundert Euro. Erst im Nachgang bekam sie Zweifel und meldete sich bei der Polizei. Wie hoch der finanziell entstandene Schaden für die 66-Jährige ist, steht noch nicht fest.

Vorsicht: Es könnte teuer werden

Pop-up-Fehlermeldungen sind Einblendungen auf Ihrem Computer (sog. Pop-up-Fenster), die täuschend echt Viren- oder Softwareprobleme vorgeben. So lassen sich zum Beispiel offene Anwendungen auf dem PC nicht mehr schließen. Häufig ertönt dabei auch ein akustisches Signal oder eine Sprachnachricht, was Sie zusätzlich verunsichern soll. Angeblich kostenlose Hilfe verspricht Ihnen in diesem Moment eine eingeblendete Telefonnummer.

Die Polizei warnt vor ominösen Virenwarnungen

Rufen Sie niemals Rufnummern aus Pop-up-Fehlermeldungen an. Offizielle Fehlermeldungen enthalten üblicherweise keine Rufnummern. Geben Sie keinesfalls private Daten wie Kontodaten und TAN-Nummern an Fremde weiter.

Ausführlichere Informationen zu der Betrugsmasche finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.