VR-Stiftung spendet Bodolz einen „Lebensretter“

VR-Stiftung spendet Bodolz einen „Lebensretter“
Nahmen den Defibrillator offiziell in Betrieb (von links): Jörg Bauer und Armin Mesmer (beide im Kuratorium der VR-Stiftung), Stiftungsvorstand Roland Wierer, Bürgermeister Felix Eisenbach, Manfred Wydra und Sven Grünenberg (beide Vorstand BC Bodolz) (Bild: VR-Stiftung/Ulrich Stock)
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Redaktion

Defibrillator im BCB-Vereinsheim ab sofort einsatzbereit

Bodolz – „Solche Geräte können Leben retten – sie sollten möglichst flächendeckend vorhanden sein“, betonte Felix Eisenbach, Bürgermeister der Gemeinde Bodolz, als er kürzlich vom Vorstand der VR-Stiftung, Roland Wierer, den gespendeten Defibrillator (kurz Defi) dankend entgegennahm.

Wie Jörg Bauer und Armin Mesmer, beide Mitglied im Kuratorium der Stiftung, bei der offiziellen Übergabe des Defi-Sets beim Sportplatz in Enzisweiler erklärten, wolle man damit auch „die Verbundenheit mit der Region zum Ausdruck bringen“, zumal ein solches Gerät für Einheimische wie Gäste „ein Plus an Sicherheit“ bringt.

Bürgermeister Eisenbach hob in seiner Dankesrede hervor, dass der Defibrillator im Vereinsheim des BC Bodolz (BCB) genau am richtigen Platz sei, da es auf dem Gelände immer wieder mal zu Sportunfällen komme. Das wurde auch von Manfred Wydra, dem 1. Vorsitzenden des BCB, bestätigt: „Wir hatten bereits zwei solcher Fälle, wo wir dieses Gerät hätten brauchen können.“ Der Kasten, in dem das Defi-Set griffbereit verstaut ist, wurde im Vorraum des Vereinsheims an der Wand aufgehängt, und zwar dort, wo es zu den Umkleidekabinen und Toiletten geht.

Gute Überlebenschancen  

Nach der offiziellen Inbetriebnahme des gespendeten Defis nahmen neben Eisenbach und Wydra auch Sven Grünenburg, 2. Vorstand des BCB, sowie etliche Vereinsmitglieder an einer kurzen Einweisung in die Handhabung des Defis teil. Die Anschaffungskosten für das gespendete Gerät lagen laut Stiftungsvorstand Wierer bei knapp 3000 Euro. Defibrillatoren kommen vor allem bei Herzrhythmus-Störungen, dem sogenannten Kammerflimmern, zum Einsatz. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 75 Prozent der Betroffenen mit Hilfe eines solchen Geräts ohne bleibende Schäden gerettet werden können.

Die BodenseeBank, welche die „VR-Stiftung für Bürger am Bayerischen Bodensee“ – so lautet die genaue Bezeichnung – im Jahr 2009 als eigenständige Stiftung gründete, hat ihrerseits in den vergangenen Jahren bereits mehrere Defibrillatoren an verschiedene Gemeinden in ihrem Geschäftsgebiet gespendet. Diese Geräte sind im SB-Bereich der BoBa-Filialen Wasserburg, Nonnenhorn, Oberreitnau und Schlachters, aber auch in der Hauptgeschäftsstelle der Genossenschaftsbank in Lindau installiert, wo sie rund um die Uhr erreicht werden können. Die VR-Stiftung hat seit ihrer Gründung nahezu 90 Projekte in der Region unterstützt und dafür insgesamt über 160 000 Euro eingesetzt.