Virtuelle Arbeitstagung des Bezirksverbands Schwaben

Virtuelle Arbeitstagung des Bezirksverbands Schwaben
Virtuelle Arbeitstagung (Bild: Landkreis Lindau / Angela Wolf)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau – Der Bezirksverband Schwaben im Bayerischen Landkreistag hat sich im Rahmen einer virtuellen Arbeitstagung über aktuelle Themen ausgetauscht. Neben einem Überblick zum Impfstart in den einzelnen Landkreisen wurde auch über die Digitalisierung an den Gesundheitsämtern diskutiert. Zudem war auch die Beschaffung von Lehrerdienstgeräten ein Thema.

Die Landkreisvertreter berichteten wie die Impfungen gegen das Coronavirus in den vergangenen Wochen angelaufen sind. Insgesamt gaben die einzelnen Landkreise die Rückmeldung, dass die Einrichtung der Impfzentren und der Impfstart weitestgehend gelungen seien. Aktuell fehle es jedoch an genügend Impfstoff und auch die Impfsoftware bereite an der ein oder anderen Stelle noch etwas Probleme. Die Tagungsteilnehmer diskutierten zudem wie mit immobilen Personen, die sich gerne impfen lassen möchten, in Zukunft umgegangen werden könnte. So wurde über die Möglichkeit gesprochen diese mit Bussen zu den einzelnen Impfzentren zu fahren. Hier wurden jedoch viele Stimmen laut, dass dies aus infektiologischen Gründen keine sinnvolle Lösung sei. Mehr Zustimmung fand der Vorschlag einen sogenannten Impfbus einzurichten, der von Gemeinde zu Gemeinde fahre, um dort die jeweiligen Impfungen durchzuführen. Die Landkreisvertreter waren sich aber einig, dass eine solche Variante erst dann umgesetzt werden kann, wenn auch genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Wann dies soweit sein wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht absehbar.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung der Gesundheitsämter, die in den vergangenen Wochen von vielen Seiten immer wieder als unzureichend kritisiert wurde. Diesen Vorwurf wiesen die Landrätinnen und Landräte jedoch entschieden zurück, ihre Verwaltungen seien inzwischen volldigitalisiert. Ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen der Digitalisierung, der die Kommunikation zwischen den Gesundheitsämtern zukünftig verbessern solle, sei das System Sormas – ein integriertes und vernetztes Kontaktpersonenmanagementsystem. Der Vorsitzendedes Bezirksverband Schwaben, Landrat Elmar Stegmann berichtete „Wir werden auf Sormas ab Mitte Februar bei uns im Landratsamt umstellen. Dieses System bietet auch den großen Vorteil, dass es als Webanwendung von Mitarbeitern im Homeoffice genutzt werden kann.“ Auch die übrigen Landkreise teilten mit, dieses System nach und nach bei sich einzuführen.

Zudem haben die Landkreisvertreter über die Beschaffung von Lehrerdienstgeräten gesprochen. Mit der Richtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus Mitte Januar wurden die Landkreise darüber informiert, dass sie als Sachaufwandsträger der Schulen im Rahmen eines Sonderbudgets die Beschaffung von mobilen Endgeräten für Lehrkräfte übernehmen müssen. Zusätzlich sollten die Sachaufwandsträger für die Einbindung in die vorhandene IT-Infrastruktur der Einzelschulen sorgen. Dies geschehe im Auftrag des Freistaats Bayern, der für die Investition je Lehrerdienstgerät einen maximalen Festbetrag von 1.000 Euro gewähre. Aufgeteilt würden diese Kosten in 750 Euro für den Kauf des Endgerätes inklusive Zubehöres, Betriebssoftware, Garantieverlängerungen und in eine Verwaltungskostenpauschale von bis zu 250 Euro. Die Tagungsteilnehmer waren sich aber einig, dass gerade die Wartung der Geräte einen personellen Aufwand erfordere, der durch den Zuschuss des Freistaates nicht gedeckt sei. Deshalb werde es in den einzelnen Landkreisen noch Beratungen geben wie diese Vorgabe für alle Beteiligten bestmöglich umgesetzt werden könne.