Vier junge Spieler verlassen die EV Lindau Islanders

Vier junge Spieler verlassen die EV Lindau Islanders
Matteo Miller EV Lindau Islanders (Bild: EVL)
WOCHENBLATT
Redaktion

Lindau – Da der Wettbewerb unter den Talenten der Lindauer Eishockeyjugend immer größer wird, stehen die EV Lindau Islanders – laut Vereinsmitteilung – stets vor der Aufgabe, die Perspektiven ihrer Eigengewächse zu bewerten und ihrer Entwicklung gerecht zu werden.

Denn gerade im Bereich der U-20-Spieler sei das Angebot an Talenten mit Perspektive, die in den Profikader drängen können, inzwischen erfreulich hoch, sodass es für die Verantwortlichen unumgänglich ist, ihnen keine Kaderplätze zu verbauen. David Farny, Matteo Miller, Stefan Rodrigues und auch Michael Wirz werden deshalb zukünftig nicht mehr Teil des Lindauer Kaders sein.

David Farny EC Lindau Islanders (Bild: EVL)

Der Verein wolle den Genannten – so der EVL weiter – die gewünschten und benötigten Eiszeiten ermöglichen, die sie in ihrer Entwicklung als junge Spieler bräuchten, aber ihnen in Lindau eben nicht garantieren könne. „Wir haben hier offene und konstruktive Gespräche mit den Spielern geführt“, betont der Sportliche Leiter, Sascha Paul.

Und weiter: „Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ihnen eine neue Herausforderung in ihrer Entwicklung wahrscheinlich guttun würde. Sportlich und charakterlich haben sich die Jungs immer vorbildlich verhalten, deshalb fiel dieser Schritt nicht leicht. Grundsätzlich ist es aber vor allem eine Entscheidung für die Nachwuchsspieler, denen wir zutrauen, sich mit harter Arbeit den Platz im Oberligakader erarbeiten zu können und wollen. Denn eines ist auch klar: Geschenkt gibt es diesen Platz nicht.“

Michael Wirz EV Lindau Islanders (Bild: EVL)

Dabei gehen die Islanders konsequent ihren Weg als Profiklub mit hoher Ausbildungsquote eigener Kräfte und Durchlässigkeit nach oben weiter. Dies zeige etwa das Beispiel Corvin Wucher, der es durch starke Leistungen von der U 20 ins Oberliga-Team schaffte und dort überzeugte. Dass weitere Spieler und Torhüter aus dem Perspektivkader der U-20 an die Tür des Oberligateams klopfen, sorgt bei den Islanders für Hoffnungen.

Denn: Ergänzt durch den „Dualen Weg“ aus Oberliga-Eishockey und Ausbildung oder Vollzeitjob, sehen sich die Lindauer für die Zukunft gut aufgestellt und wollen diese Entwicklung auch weiterhin forcieren, um junge Spieler an das professionelle Eishockey heranzuführen. Dieser „Duale Weg“ sei aber auch nur möglich, weil die Islanders ein hervorragendes Netzwerk aus Sponsoren hätten, die diesen Weg – gerade bei jungen Spielern – auch aktiv mitgehen und begleiten.

Stefan Rodrigues EV Lindau Islanders (Bild: EVL)

Parallel zu den Abgängen, bei denen sich die EV Lindau Islanders für ihren Einsatz bedanken und ihnen für die Zukunft alles Gute wünschen möchte, seien die Verantwortlichen mit weiteren Spielern aus dem Kader der abgelaufenen Spielzeit ebenso aktuell in Gesprächen wie mit potenziellen Neuzugängen.