VfB-Wirbelwind Pekovic will Berlin den Wind aus den Segeln nehmen

VfB-Wirbelwind Pekovic will Berlin den Wind aus den Segeln nehmen
Nikola Pekovic sorgt für viel Energie im Häfler Spiel. Hier hebt er Teamkollege Vojin Cacic in die Luft. (Bild: Günter Kram)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb/dab) – Am heutigen Mittwoch geht das Duell VfB Friedrichshafen gegen Berlin Recycling Volleys um 19 Uhr in die vierte Runde der Saison. Nach drei Niederlagen in der Volleyball-Bundesliga wollen die Häfler jetzt im Halbfinale des DVV Pokals den Spieß umdrehen und Berlin die erste Niederlage der Saison zufügen. Dabei helfen soll auch der neue Libero Nikola Pekovic.

Mitte des ersten Satzes am vergangenen Wochenende gegen Frankfurt hob Nikola Pekovic seinen Teamkollegen Vojin Cacic an der Hüfte in die Luft. Der Serbe feierte den Montenegriner für seinen Punkt, als hätte er gerade die Meisterschaft gewonnen. „So bin ich“, lacht Pekovic. „Ich mache das die ganze Zeit. Ich glaube, dass das für die Mannschaft wichtig ist und ich habe dabei großen Spaß.“ 

Viel Energie auf dem Feld

Pekovic war als Ersatz für den an der Hüfte operierten Blair Bann Anfang Januar nach Friedrichshafen gewechselt. „Einen Weltklassemann wie Bann zu ersetzen, ist fast unmöglich“, weiß Cheftrainer Mark Lebedew. „Nikola Pekovic hat seinen Job aber gut gemacht. Er hat viel Erfahrung und bringt große Qualität mit. Es ist nicht leicht, mitten in der Saison zu einer neuen Mannschaft zu stoßen.“ Erst recht nicht mit so viel Energie, die Pekovic aufs Feld bringt. 

Berlin bislang nahezu makellos

Mark Lebedew hat ohnehin eine Veränderung bei seiner Mannschaft festgestellt. Vor dem Pokalhalbfinale am Mittwoch sieht er sein Team „näher dran an Berlin. Auch wenn die BR Volleys, ohne jede Diskussion, der Favorit in diesem Spiel sind.“ Schließlich haben die Hauptstädter in dieser Saison noch kein Spiel verloren, noch nicht einmal zwei Sätze abgegeben – weder im Pokal, noch in der Champions League und auch nicht in der Bundesliga. 

Trotzdem glaubt Mark Lebedew an seine Mannschaft. Auch wenn Corona ihm erneut ein paar Striche durch die Rechnung machen wird. „Egal wer spielt, wir haben einen Plan“, sagt er und vertraut auf alle seine Spieler. „Wer auf dem Feld steht, weiß, was er zu tun hat.“ So ähnlich sieht es auch Nikola Pekovic, der bei der 1:3-Niederlage vor eineinhalb Wochen in Berlin noch nicht dabei war. „Es ist ein einziges Spiel, das über den Einzug ins Finale entscheidet“, so der Europameister von 2019. „Wir werden uns voll reinhängen, um genau diesen Sieg zu holen.“