Verband der Floristen ist von Kretschmann enttäuscht

Verband der Floristen ist von Kretschmann enttäuscht
Eine Floristin arbeitet an einem Blumenstrauß. (Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)
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Redaktion

Stuttgart (dpa/lsw) – Die baden-württembergischen Floristen haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha (beide Grüne) Ignoranz vorgeworfen. Teilweise reagiere die Politik nicht auf entsprechende Schreiben, in denen die Probleme der Branche geschildert würden, sagte Geschäftsführer Wolfgang Hilbich am Freitag in Stuttgart. «Kretschmann und Lucha hüllen sich in Schweigen. Nur das Wirtschaftsministerium antwortet.» Die Lage der rund 1 200 Blumenläden im Land sei dramatisch.

Der Verband unterstütze ein Mitglied bei der Vorbereitung einer Klage gegen die Coronaverordnung des Landes. Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl sagte Hilbich weiter, langsam mache sich unter den Verbandsmitgliedern eine beängstigende Politikverdrossenheit breit, weil es keine Reaktion von der Politik gebe. «Für die Blumenläden ist der Saisonstart im März elementar.»

Bund und Länder hatten sich am Mittwochabend trotz sinkender Infektionszahlen darauf geeinigt, die geltenden Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Gastronomiebetrieben und Hotels grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Eine Ausnahme soll es für Friseure geben, die bereits ab Anfang März wieder öffnen dürfen. Erst wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis zum 7. März landesweit stabil unter 35 sinkt, könnte nach bisherigen Planungen unter anderem der Einzelhandel unter Auflagen wieder aufmachen. Ganz offen bleibt aber, wann es für Restaurants, Hotels, Discos und Bars wieder losgehen könnte.