Uns erwartet ein eher durchschnittlicher Sommer

Uns erwartet ein eher durchschnittlicher Sommer
Abwechslungsreiches Wettergeschehen wird uns wohl in diesem Sommer erwarten. (Bild: Pixabay)

Lindau – Hatte das Wetter im April alle Negativrekorde seit 1980 gebrochen, es war einfach viel zu kalt, erwartet uns jetzt ein eher durchschnittlicher Sommer. Unser Wochenblatt-Wettermann, Niklas Kaa, wagt eine Sommer-Wetter-Prognose.

Um es vorweg zu nehmen: „Eine langanhaltende Hitzewelle (über mehrere Wochen), wie wir sie aus vergangenen Jahren kennen, wird es heuer wohl nicht geben“.

Sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell lassen uns für die Sommermonate ein abwechslungsreiches Wettergeschehen erwarten. Will heißen: Nördlich der Alpen kann es ein bisschen zu kühl und zu nass werden, während die Alpensüdseite eher auf der wärmeren und trockeneren Seite verbleiben wird.

Das schließt nicht aus, dass es auch bei uns für ein paar Hitzetage am Stück reichen wird, lang wird das aber jeweils nicht halten.

Schuld daran ist der aktive Jetstream, das Kaltluftband in großer Höhe, das uns in Wellen auch immer wieder kältere Luft aus Norden bringen wird. Je nachdem wo wir beim Jetstream zu liegen kommen, ist auch mal heiße Luft aus südlicheren Breiten drin.

Niklas Kaa: „Ein Trend, den wir schon seit einigen Jahren zu spüren bekommen, sind die extremen Wetterbedingungen. Wenn Regen, dann gleich richtig viel, wenn Wind, dann gleich Sturm. Auch können Gewitter unwetterartig ausfallen“.

Auch wenn wir in diesem Sommer mit mehr Niederschlägen rechnen müssen, bedeutet das für das Grundwasser leider keine Entwarnung. Hier herrscht weiterhin in der Tiefe eher Ebbe. Um das nachhaltig zu ändern müsste es, so Niklas in seiner Einschätzung, schon sehr lange und viel regnen. Damit ist aber nicht zu rechnen.

Mittelfristig dürfen wir schon Mitte Mai mit Temperaturen um 25 Grad rechnen. Vielleicht wird auch schon mal kurzfristig die 30-Grad-Marke geknackt. Dann folgt aber auch schon bald wieder ein Temperaturrückgang. Da machen sich dann vielleicht die Eisheiligen bemerkbar. Und die Schafskälte ist ja oft auch noch in Lauerstellung.

Die Nordstaulage an den Alpen sorgt dann dafür, dass die Niederschläge nicht über die Berge nach Süden schwappen werden sondern bei uns hängen bleiben.

Insgesamt bleibt die Wetterlage für Meteorologen wie Niklas Kaa durchaus spannend.