Ulms Basketballer spielen sich ersten Matchball heraus

Ulms Basketballer spielen sich ersten Matchball heraus
Ulms Patrick Heckmann (l) und Aric Holman kämpfen mit Oldenburgs Nathan Boothe um den Ball. (Bild: picture alliance/dpa | Stefan Puchner)
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Redaktion

Neu-Ulm – Die Basketballer von ratiopharm Ulm haben die EWE Baskets Oldenburg im 3. Playoff-Viertelfinale der easyCredit-BBL mit 70:66 geschlagen und können bereits am Mittwoch, 26. Mai, mit einem weiteren Erfog den Halbfinaleinzug perfekt machen.

Den besseren Start ins Spiel erwischten – laut Vereinsmitteilung von ratiopharm – die Ulmer, die sich durch einen Dreier von Obst und Layups von Heckmann und Caupain eine erste Führung erarbeiteten. Oldenburg benötigte auf der Gegenseite etwas mehr Zeit, um in die Spur zu finden und konnte nach sieben Minuten lediglich drei Zähler auf die Anzeige bringen (7:3).

Und: Auch in der Folge kontrollierten die Hausherren das Geschehen, verteidigten konzentriert und führten nach Dreiern von Petrucelli und Holman sowie einem Günther-Korbleger erstmals zweistellig (17:7, 9.). Nach der anschließenden Auszeit von Gästetrainer Drijencic, blieb ratiopharm Ulm auch weiterhin am Drücker und sorgte mit einem Alley-Oop-Anspiel von Conger auf Holman für das erste Highlight im Spiel.

Ex-Ulmer Philipp Schwethelm konnte mit einem Vier-Punkt-Spiel aus Sicht der Gäste dann aber immerhin für etwas Entlastung sorgen (19:11). Schwethelm war es dann auch, der sich zu Beginn des zweiten Viertels einen Offensivrebound schnappte und damit einen Dreier von Braydon Hobbs ermöglichte, woraufhin Ulms Chefcoach Jaka Lakovic seinen erste Timeout in der Partie nahm (26:19, 13.).

Diese Unterbrechung zeigte – so die Ulmer weiter – dann auch Wirkung, weil sich sein Team anschließend defensiv wieder stabilisierte und sich bis zum Gang in die Kabine wieder einen zweistelligen Vorsprung erarbeitete (38:25). Die aggressive Verteidigung des Lakovic-Teams hatte zur Folge, dass die EWE Baskets bis dahin lediglich 32 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld verwandelten. Und auch im „Rebounding“ hatten die Ulmer die Nase vorne (24:15). 

Nach einem ausgeglichenen Start in die zweite Halbzeit konnte sich Oldenburg in der Folge immer weiter heranbringen und verkürzte den Rückstand durch einen Dreier von Boothe nach 25 Minuten auf sechs Zähler (37:43). Und während ratiopharm Ulm der offensive Rhythmus danach immer weiter abhandenkam, sah sich Jaka Lakovic nach einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf von Hobbs gezwungen, das Spiel mit einer Auszeit zu unterbrechen (45:42, 28.).

Ein Petrucelli-Dreier beendete dann zwar erst einmal den Leerlauf der Ulmer, doch deutlich mehr vom Spiel hatte in dieser Phase der Gast aus Oldenburg. Nach zwei weiteren Dreiern von Schwethelm und einem Layup von Breunig, war der Spielstand bis zum Ende des dritten Abschnitts wieder ausgeglichen (50:50).

Ein Freiwurf von Breunig markierte zum Start ins Schlussviertel den ersten Führungswechsel im Spiel, woraufhin Andi Obst allerdings prompt mit einem Vier-Punkt-Spiel antwortete. Ein weiterer Dreier von Caupain provozierte dann eine erneute Oldenburger Auszeit (57:51, 32.). Nachdem beide Teams in der Folge einige offene Wurfchancen ungenutzt gelassen hatten, verkürzten die Gäste durch zwei schnelle Dreier von Pressey und Boothe 170 Sekunden vor dem Ende auf 63:62.

Die passende Antwort darauf fand – nach einer Ulmer Auszeit – erneut Andi Obst, der seinen vierten Dreier im Spiel netzte und den Vorsprung seines Teams mit einem weiteren Freiwurf wieder auf fünf Zähler anwachsen ließ (67:62, 39.). Geschlagen geben wollten sich die Niedersachsen aber noch nicht.

Denn nachdem Rickey Paulding erst beim Dreier-Versuch gefoult wurde und Coach Lakovic direkt im Anschluss ein technisches Foul kassiert hatte, betrug der Rückstand auf einmal wieder nur einen Punkt (66:67). Für einen erneuten Führungswechsel reichte es jedoch nicht, weil Osetkowski und Clark die Nerven an der Freiwurflinie behielten und damit den Ulmer Sieg unter Dach und Fach brachten. 

„Wir waren von Beginn an voll da und haben trotz der bitteren Niederlage in Spiel zwei mentale Stärke bewiesen“, bewertete ratiopharm-Headcoach Jaka Lakovic die Leistung seiner Mannschaft recht positiv. „Am Ende ist es uns dank unserer Defensiv-Leistung und dem Rebound-Verhalten gelungen, das Spiel zu gewinnen.

Info: Das Spiel beginnt am Mittwoch um 19 Uhr und wird vom kostenpflichtigen Streaming-Dienst Magentasport übertragen.