Ulmer Basketballer sichern sich den Einzug in die Playoffs

Ulmer Basketballer sichern sich den Einzug in die Playoffs
Stehen vorzeitig als Playoff-Teilnehmer fest: die Bastketballer von ratiopharm Ulm. (Bild: Verein)
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Redaktion

Bayreuth – Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht fest, dass ratiopharm Ulm nach einem 99:93-Erfolg bei medi Bayreuth zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte für die Playoffs in der easyCredit-BBL qualifiziert ist. „Wir haben lange und hart darauf hingearbeitet und sind froh, dass wir das Ziel erreicht haben“, kommentierte der erneut stark aufspielende Andi Obst (17 Punkte).

Nach einem 5:0-Start der Bayreuther war es Dylan Osetkowski, der sein Team – laut Vereinsmitteilung – per Dreier auf die Anzeigetafel brachte (5:3, 2.). Von Defensive war in den ersten Minuten auf beiden Seiten nur wenig zu sehen, sodass beide Teams fast jeden Angriff in etwas Zählbares umwandeln konnten (11:11, 5.).

In der Folge kamen die Ulmer offensiv jedoch etwas ins Stocken, was die Gastgeber prompt nutzten und einen 6:0-Lauf starteten (17:11, 7.). Punkte von Cameron Clark aus der Halbdistanz sowie ein direkt anschließender Korbleger von Petrucelli, brachten ratiopharm Ulm dann wieder näher heran.

Etwas mehr Durchschlagskraft hatten im ersten Viertel aber die Bayreuther. Vor allem in der Zone agierten die Gastgeber – so die Ulmer weiter – sehr effektiv und trafen im ersten Abschnitt neun von zwölf Würfen aus dem Zwei-Punkte-Bereich (29:22). Einem Drei-Punkt-Spiel von Petrucelli fügten Andi Obst und Dylan Osetkowski zum Beginn des zweiten Abschnitts jeweils einen erfolgreichen Dreier hinzu, was den 31:31-Ausgleich bedeutete (12.).

Nach fünf weiteren Obst-Zählern besorgte wiederum Petrucelli von außen die erste Ulmer Führung im Spiel, nachdem der Guard durch gute Ballbewegung in der linken Ecke freigespielt wurde (39:38, 15.). Und auch wenn sich defensiv keines der beiden Teams in der ersten Halbzeit wirklich hervortat, gelang es den Ulmern in dieser Phase immerhin, einige Stops zu erzwingen.

Nach einem Ballgewinn, den Tommy Klepeisz per Jump-Shot in einen 45:42-Vorsprung umwandelte, nahm Bayreuths Coach die erste Auszeit im Spiel (17.). Diese zeigte dann allerdings auch Wirkung, weil die Gastgeber im Anschluss wieder besser in Fahrt kamen und schnell wieder führten (49:48). Dann wurde es auf einmal hitzig in der Oberfrankenhalle:

Nach einem Positionskampf zwischen Petrucelli und Pardon unter dem Korb, den die Schiedsrichter als Offensivfoul des Bayreuther bewerteten, war medi-Coach Raoul Korner derart erbost, dass er nach zwei direkt aufeinanderfolgenden technischen Fouls aus dem Innenraum der Halle verwiesen wurde. Trotz dieser Ablenkung war es sein Team, das mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die Kabine ging (56:52).

Und auch zu Beginn der zweiten Hälfte war Bayreuth zunächst am Drücker und lag nach einem Dreier von Tiby mit 61:54 in Front (22.). Mit insgesamt sechs Zählern in Serie hielt Cameron Clark sein Team allerdings in der Spur. Wie schon in der ersten Halbzeit war die Partie auch im dritten Viertel von der Offensive geprägt: Beide Teams legten hochprozentige Quoten an den Tag und die Führung wechselte in der Folge mehrfach hin und her.

Mit zwei erfolgreichen Dreiern in Serie initiierte Aric Holman dann einen wichtigen Ulmer Run, der seinen Farben bis zum Beginn des Schlussviertels eine 75:71-Führung einbrachte. Nach einem Klepeisz-Dreier war es erneut Holman, der den Vorsprung per Tip-In weiter ausbaute (80:71, 32.). Zum ersten Mal zweistellig führten die Gäste dann nach einem Layup von Troy Caupain, den er trotz Kontakt im Korb unterbringen konnte (86:75, 35.).

Geschlagen geben wollte sich medi allerdings noch nicht: Angeführt von Olisevicius, der in dieser Phase sieben Punkte einstreute, verkürzten die Hausherren drei Minuten vor dem Ende nochmal auf 85:90. Die passenden Antworten fand daraufhin jedoch immer wieder Cameron Clark, der sowohl von seiner Lieblingsposition aus dem Halbfeld als auch in direkter Korbnähe entscheidende Punkte erzielte.