Ulmer Basketballer kassieren in der Playoff-Serie den Ausgleich

Ulmer Basketballer kassieren in der Playoff-Serie den Ausgleich
Alba Berlin - ratiopharm Ulm, Meisterschaftsrunde (Bild: picture alliance/dpa | Andreas Gora)
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Redaktion

Berlin – Die Basketballer von ratiopharm Ulm haben im zweiten Halbfinale der Playoffs in der easyCredit-BBL eine 78:92-Niederlage gegen Alba Berlin hinnehmen müssen. Damit steht es zwischen den beiden Kontrahenten 1:1. Für die nächsten beiden Spiele am Donnerstag, 3. Juni, und Samstag, 5. Juni, wechselt das Heimrecht der Serie nun nach Ulm.    

Die Gastgeber begannen – laut Ulmer Vereinsmitteilung – vor 1000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena an beiden Enden des Feldes aggressiv und eröffneten das zweite Halbfinal-Spiel mit einem 9:0-Lauf. Die Gäste von ratiopharm Ulm leistete sich dagegen zwei schnelle Turnover in den Anfangssequenzen und musste über drei Minuten warten, ehe Andi Obst aus der Mitteldistanz die ersten Punkte besorgen konnte (9:2).

Nach zwei Dreiern in Serie von Troy Caupain waren dann aber auch die Gäste – so ratiopharm weiter – im Spiel angekommen (11:8, 5.). Alba zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt, ließ den Ball in der Offensive gut laufen (zwölf Assists im ersten Viertel) und baute den Vorsprung in der Folge auf 21:14 aus (7.). Fünf Zähler von Demitrius Conger sowie ein krachender Put-Back-Dunk von Aric Holman hielten die Ulmer erst einmal im Spiel (24:18).

Bis zum Ende des ersten Abschnitts führten die Hausherren nach einem Dreier von Eriksson jedoch erstmals zweistellig (28:18). Auch nach der kurzen Unterbrechung blieb der amtierende Meister zunächst am Drücker (32:20, 13.), geriet anschließend jedoch etwas ins Stocken. Das lag vor allem daran, dass die Ulmer energischer verteidigten.

Und: In dieser Phase schnappte man sich vier Steals und verkürzte den Rückstand – angeführt von Clark und Caupain – mit einem 12:4-Lauf auf 36:32 (16.). Eine anschließende Auszeit von Coach Aito markierte dann allerdings den nächsten Wendepunkt im Spiel: Danach kamen die Berliner wieder deutlich besser in die Spur, brachten über die Transition viel Tempo ins Spiel und erhöhten innerhalb der nächsten zwei Minuten wieder auf zehn Punkte (42:32, 18.).

Und während die Ulmer ihren Rhythmus mit einigen unglücklichen Offensiv-Aktionen einbüßen mussten, legten die Hausherren bis zur Pause einen 11:3-Lauf hin und führte nach einem Dreier von Granger mit 47:33. Nach dem Seitenwechsel benötigten beide Teams eine Weile, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.

Mit einem 7:2-Lauf waren es dann aber die Gäste, die die ersten Akzente in der zweiten Hälfte setzten und nach einem Step-Back-Dreier von Obst nur noch mit neun Zählern zurücklagen (49:40, 23.). Weil danach allerdings drei Ulmer Turnover und ein Fehlwurf folgten, erlangten die Hauptstädter die Kontrolle schnell wieder zurück (52:40).

Und dann kam es noch dicker für das Team von Jaka Lakvoic: Nachdem die Ulmer den nächsten Ballverlust verzeichnen mussten, leistete sich Dylan Osetkowski ein unsportliches Foul gegen Maodo Lo, um den Fastbreak zu stoppen. Da der „Bigman“ zuvor jedoch schon mit einem technischen Foul bestraft worden war, musste der Center den Innenraum der Halle verlassen. (58:42, 27.).

Trotzdem gelang es den Gästen von der Donau – auch dank der wichtigen Distanzwürfe von Conger und Holman – den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels im einstelligen Bereich zu halten (66:57, 30.). Und auch zu Beginn des Schlussabschnitts waren es die beiden US-Amerikaner, die ihre Farben näher heranbrachten. Per Dunk vollendete Conger einen viertelübergreifenden 11:2-Run, um auf sieben Punkte zu verkürzen.

Doch der Gastgeber fand die passende Antwort und führte nach einem Drei-Punkt-Spiel von Eriksson und einem erfolgreichen Dreier von Lo schnell wieder komfortabel (76:61, 33.). Danach versuchten die Gäste mit vereinten Kräften zwar noch einmal alles, um die Partie spannend zu gestalten (83:70, 38.), doch die Berliner ließen kein Comeback mehr zu. Und spätestens nach einem weiteren Dreier von Topscorer Lo war die Partie entschieden.

„Natürlich hat uns das Ausscheiden von Dylan beeinflusst, weil er einer unserer Leader ist. Sowas kann passieren. Wir müssen uns jetzt auf das nächste Spiel vorbereiten. Um dort eine Chance zu haben, brauchen wir eine bessere Leistung in der Defensive“, stellt Ulms Headcoach Lakovic vor dem nächsten Aufeinandertreffen am Feiertag in der Ratiopharm-Arena klar (Tipoff: 20.30 Uhr).