Ulmer Basketballer geraten in der Playoff-Serie in Rückstand

Ulmer Basketballer geraten in der Playoff-Serie in Rückstand
Ulms Troy Caupain (l) und Berlins Maodo Lo liefern sich einen Zweikampf. (BildÖ picture alliance/dpa | Stefan Puchner)
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Redaktion

Neu-Ulm – Die Basketballer von ratiopharm Ulm haben sich im dritten Playoff-Halbfinale in der easyCredit-BBL gegen Alba Berlin nach einer – laut Vereinsmitteilung – über weiten Strecken sehr ausgeglichenen Partie mit 72:80 (37:39) geschlagen geben müssen. Somit gehen die Hauptstädter vor dem vierten Duell am Samstag mit 2:1 in Führung. 

Zum Start ins dritte Halbfinale benötigten beide Teams – so ratiopharm weiter – zunächst etwas, um auf Betriebstemperatur zu kommen (2:2, 3.). Nach diesem ersten Abtasten waren es dann die Hausherren, die sich durch die Freiwürfe von Osetkowski und Clark sowie einem Dreier von Heckmann einen ersten Vorsprung erarbeiten konnten (9:4, 5.).

Nachdem die Gäste zu Beginn Probleme mit der Ulmer Verteidigung hatten und vor allem von außen sehr schwach begannen (0/5), nutzten die Gastgeber die Gunst der Stunde, um ihre Führung durch einen Caupain-Dreier und weitere Freiwürfe von Clark auf neun Zähler auszubauen (18:9, 8.).

Die ersten Berliner Dreier von Lo und Giffey sorgten im Anschluss dann aber dafür, dass die Hauptstädter bis zum Ende des ersten Viertels wieder in Reichweite waren (21:16). Und auch nach der ersten Pause im Spiel gelang es den Berlinern, ihren offensiven Rhythmus aufrecht zu halten und nach Punkten durch „Bigman“ Koumadje und Fontecchio auf 25:23 zu verkürzen (14.).

Zwar sorgte ein erfolgreicher Distanzwurf von Osetkwoski anschließend kurzzeitig für etwas Entlastung, nachdem Schneider und Lo das Spiel danach allerdings ausgeglichen hatten, nahm Jaka Lakovic seine erste Auszeit (30:30, 16.). Doch vor allem defensiv fand seine Mannschaft in dieser Phase kein Mittel, um den amtierenden Meister zu stoppen.

Und auch wenn Petrucelli den ersten Vorsprung der Albatrosse mit einem Dreier kontern konnte, schlug Granger im folgenden Angriff ebenfalls aus der Distanz prompt zurück (35:36, 18.). Nach einem Layup von Caupain war es dann erneut Granger, der seine Mannschaft mit der letzten Aktion in der ersten Hälfte wieder in Front brachte (37:39).

Eng umkämpft ging es dann auch zu Beginn der zweiten Halbzeit weiter. Zwar behaupteten die Gäste in den ersten Minuten zunächst den Vorsprung – ein Jumpshot von Petrucelli glich die Partie nach 24 Minuten jedoch wieder aus (43:43). Und nachdem der Ulmer „Verteidigungsminister“ ein Anspiel von Caupain nur wenig später in zwei weitere Punkte umwandeln konnte, lagen seine Farben wieder in Führung (45:43, 26.).

Zwar fand Fontecchio mit einem Vier-Punkt-Spiel im Anschluss die passende Antwort, ein größerer Vorsprung als drei Zähler war in dieser Phase des Spiels aber keinem Team vergönnt. Die letzten Akzente im dritten Viertel setzten dann die Spielmacher: Erst brachte Kapitän Per Günther die Gastgeber durch einen Floater und zwei Freiwürfe mit 53:50 in Führung.

Mit der letzten Aktion im dritten Abschnitt, glich Lo den Spielstand von außen jedoch wieder aus. Mit zwei erfolgreichen Sprungwürfen aus der Mitteldistanz eröffnete Clark das Schlussviertel, wovon sich Berlin jedoch nicht beeindrucken ließ. Erneut angeführt von Maodo Lo, der erst zwei Korbleger einstreute und dann einen Dreier von Eriksson auflegte, erspielten sich die Gäste einen Fünf-Punkte-Vorsprung, woraufhin Lakovic eine weitere Auszeit nahm (59:64, 33.).

Und: Weil die Ulmer jedoch auch in der Folge offensiv zu viel liegen ließen und auf der Gegenseite einige zweite Chancen der Berliner zuließen, betrug der Rückstand nach 36 Minuten erstmals zehn Zähler (61:71). Nachdem Dylan Osetkowski sein Team mit fünf Zählern in Serie wieder auf sieben Punkte heranbringen konnte, konterte Fontecchio mit seinem dritten erfolgreichen Distanzwurf am anderen Ende jedoch eiskalt – 66:76 (38.).

Und auch in den verbleibenden zwei Minuten ließ Berlin nichts mehr anbrennen. „Das Spiel war lange sehr ausgeglichen. Im Schlussviertel ist Alba jedoch davongezogen und hat mit viel individueller Klasse das Spiel entschieden. Die 27 Punkte, die wir dort kassiert haben, sind in einem Playoff-Spiel schwer zu überwinden“, bilanzierte Ulms Headcoach Jaka Lakovic. Tipoff für Spiel vier ist am Samstag, 5. Juni, um 20.30 Uhr, in der Ratiopharm-Arena.