Überschüssige Impfdosen nur für erste Impfgruppe

Überschüssige Impfdosen nur für erste Impfgruppe
Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze. (Sven Hoppe/dpa/Symbolbild)
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Redaktion

Stuttgart/Ulm (dpa/lsw) – Bleiben bei Corona-Impfungen im Südwesten Impfdosen übrig, werden diese nur für Menschen aus der ersten Impfgruppe verwendet. Bevorzugt würden Beschäftigte im Rettungsdienst oder Impfpersonal geimpft, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums am Montag in Stuttgart mit.

Manche Impfzentren hätten Wartelisten mit Menschen aus der ersten Gruppe, die kurzfristig kontaktiert werden könnten. Zur Zahl überschüssiger Impfdosen machte der Sprecher keine Angaben.

Auch Menschen in Pflege-WGs oder im betreuten Wohnen könnten mit überzähligen Dosen geimpft werden, hieß es. Aus dem Impfzentrum in Ulm wurden seit Dezember bereits eine Klinik, ein Pflegeheim und eine betreute Wohnanlage versorgt. In Ulm würden 90 Prozent der benötigten Dosen am Tag der Impfung zubereitet. Der Rest werde auf Bestellung gefertigt, damit nichts übrig bleibt, wenn Termine nicht wahrgenommen werden.

Dass in Baden-Württemberg nicht impfberechtigte Menschen geimpft oder Impfstoff weggeworfen worden seien, sei dem Ministerium nicht bekannt, so der Sprecher. Zuvor waren mehrere Fälle aus anderen Regionen bekannt geworden. So bekamen der Oberbürgermeister von Halle in Sachsen-Anhalt und mindestens zehn Stadträte Spritzen, obwohl sie noch nicht an der Reihe gewesen wären.