Unterrichtsausfall möglich Warnstreik an Schulen im Südwesten – Diese Folgen drohen

Warnstreik an Schulen im Südwesten – Diese Folgen drohen
Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft in Baden-Württemberg am Donnerstag zu einem Warnstreik auf. (Bild: Uli Deck/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Am Donnerstag rufen Gewerkschaften bundesweit zu einem Bildungsstreik auf. Auch in Baden-Württemberg dürfte das spürbar sein, obwohl die Mehrheit der Lehrkräfte nicht streiken darf.

Schülerinnen, Schüler und Eltern in Baden-Württemberg müssen sich am Donnerstag landesweit auf den Ausfall einzelner Unterrichtsstunden einstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Davon betroffen sind auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten.

Nach Angaben der Gewerkschaft werden durch den Streik in Baden-Württemberg voraussichtlich tausende Unterrichtsstunden ausfallen. Sollten sich etwa zehn Prozent der angestellten Lehrkräfte im Land beteiligen, könnten rund 5.000 Unterrichtsstunden entfallen, rechnete die GEW vor.

Das Kultusministerium kann die konkreten Auswirkungen nicht genau abschätzen, geht jedoch nicht von größeren Unterrichtsausfällen aus. Nach Angaben des Ministeriums sind lediglich rund zehn Prozent der etwa 120.000 Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten angestellt. Die übrigen Lehrkräfte sind verbeamtet und besitzen kein Streikrecht.

Kundgebung in Mannheim

Die streikenden Beschäftigten im Südwesten kommen am Donnerstag zu einer Kundgebung in Mannheim zusammen. Die GEW rechnet dabei mit bis zu 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Geplant sind eine Kundgebung vor dem Schloss, ein Demonstrationszug sowie eine weitere Kundgebung vor dem Wasserturm.

Die Gewerkschaften fordern eine Einkommenssteigerung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr. Bundesweit betrifft der Tarifkonflikt rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Verhandelt wird laut ver.di direkt für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder, mit Ausnahme von Hessen, das separat verhandelt. Das Tarifergebnis soll anschließend auf die Landesbeamtinnen und -beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden, sodass insgesamt auch rund 1,3 Millionen weitere Personen betroffen sind.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.