Prozess Vater wegen Mordversuchs an dreijähriger Tochter angeklagt

Vater wegen Mordversuchs an dreijähriger Tochter angeklagt
Ein Vater soll versucht haben, seine Tochter mit Mäusegift zu töten, um keine Unterhaltszahlungen leisten zu müssen. Der Mann ist wegen Mordversuchs angeklagt. (Bild: Armin Weigel/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Ein Vater soll versucht haben, seine kleine Tochter mit Mäusegift zu töten. In Landshut muss er sich nun vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Habgier das Motiv gewesen sein.

Vor dem Landgericht Landshut hat zum zweiten Mal das Verfahren gegen einen Vater wegen versuchten Mordes an seiner Tochter begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, versucht zu haben, seine dreijährige Tochter mit Mäusegift zu töten, um sich Unterhaltszahlungen zu ersparen. Der Angeklagte weist die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Heimtücke und Habgier zur Last.

Der Prozess hatte bereits im Oktober begonnen und sollte ursprünglich im November abgeschlossen werden. Aufgrund der Erkrankung einer Richterin musste das Verfahren jedoch neu angesetzt werden. Zudem wird der Angeklagte, ein afghanischer Staatsangehöriger, inzwischen von einem neuen Verteidiger vertreten. Der 28-Jährige äußerte sich nicht zur Sache.

Anklage: Gewinnstreben um jeden Preis

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Mann seiner Tochter im Dezember 2024 eine mit Mäusegift gefüllte Plombe aus Frischhaltefolie in den Mund gesteckt haben, um sie zu töten. Ziel sei gewesen, weitere Zahlungen für das Kind zu vermeiden. In der Anklageschrift heißt es: «Er strebte ungezügelt und rücksichtslos nach Gewinn um jeden Preis, auch um den eines Menschenlebens.» Anschließend habe der Vater das Kind seiner getrennt lebenden Ex-Partnerin übergeben.

In der Wohnung der Mutter habe das Mädchen die Plombe erbrochen, sodass es nicht zu einer Vergiftung kam. Die Mutter verständigte den Rettungsdienst, der die Dreijährige in eine Klinik brachte. Nach Angaben der Ermittler erlitt das Kind keine bleibenden Schäden.

Für das Verfahren sind zunächst fünf weitere Verhandlungstage angesetzt.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.