Laut einer Umfrage hellt sich die Stimmung in der Wirtschaft im Südwesten etwas auf. Von einer Entwarnung könne jedoch noch keine Rede sein. Wie sehen die Unternehmen ihre Zukunftsperspektiven?
Die Lage der Unternehmen im Südwesten hat sich zu Beginn des Jahres leicht verbessert. Das geht aus einer Umfrage des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) in Stuttgart hervor. Demnach stuften 29 Prozent der Betriebe ihre Geschäftssituation als gut ein, drei Prozentpunkte mehr als im Herbst. Als schlecht bewerteten 21 Prozent ihre Lage, was einem Rückgang um vier Prozentpunkte entspricht.
Nach Angaben des BWIHK beteiligten sich 3.735 Unternehmen aller Größen und Branchen aus Baden-Württemberg an der Umfrage. Befragt wurden sie im Zeitraum zwischen dem 29. Dezember und dem 20. Januar.
BWIHK: Vorsichtig positives Signal
Die Wirtschaft im Südwesten sende damit ein vorsichtig positives Signal, teilte der BWIHK mit. Es handle sich um eine Verbesserung, aber noch nicht um eine Entwarnung. Die aktuelle Entwicklung sei kein politischer Erfolg, sagte BWIHK-Vizepräsident Claus Paal laut Mitteilung. Die Politik schulde den Betrieben weiterhin umfassende Reformen.

Die strukturellen Probleme in Baden-Württemberg bleiben weiterhin erheblich. Als Beispiele nannte der BWIHK unter anderem hohe Energie- und Arbeitskosten, eine schwache Nachfrage sowie einen zunehmenden internationalen Wettbewerb.
Dementsprechend zurückhaltend fallen die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate aus. 19 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verbesserung der Geschäftslage – ebenso viele wie in der Herbst-Umfrage. Mit einer Verschlechterung rechnen 21 Prozent, das sind drei Prozentpunkte weniger als bei der vorherigen Befragung.