Todesfalle Mount Everest: Zwei Bergsteiger werden vermisst

Todesfalle Mount Everest: Zwei Bergsteiger werden vermisst
Der Mount Everest befindet sich auf der Grenze zwischen Nepal und China im Himalaja und kann von beiden Seiten bestiegen werden. (Bild: Pixabay)

Der Mai bedeutet Hochsaison im Himalaya. Immer mehr Bergsteiger wollen das Dach der Welt erklimmen, obwohl viele das Abenteuer nicht überleben. Ein 60-Jähriger starb kürzlich in einer Höhe von über 8.000 Metern. Zwei Mongolen werden aktuell vermisst.

Die tödlichste Jahreszeit unter dem Dach der Welt hat begonnen und in jeder Saison spielen sich Dramen ab. Im Jahr 2023 starben 18 Menschen auf dem Mount Everest, rund 600 Menschen haben es auf den Gipfel geschafft.

Ohne Unterstützung unterwegs

In der gefürchteten Todeszone (Aufenthalt ab 8.000 Metern) wird nach den zwei vermissten Bergsteigern aus der Mongolei gesucht. Sie seien ohne einheimische Bergführer unterwegs, teilte ein nepalesischer Behördenmitarbeiter im Basislager des höchsten Bergs der Welt der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Expeditionsfirma, von denen die beiden 31 und 53 Jahre alten Männer lediglich Sauerstoffflaschen und Unterstützung aus dem Basislager gebucht hätten, sei zuletzt am Sonntagabend mit ihnen in Kontakt gewesen. Zu diesem Zeitpunkt seien die beiden Bergsteiger am Aufstieg in der Nähe des Gipfels gewesen. Andere Abenteurergruppen auf dem Weg nach oben seien inzwischen angewiesen worden, nach den Verschwundenen Ausschau zu halten, sagte der Behördenmitarbeiter.

Im Durchschnitt kostet eine geführte Expedition auf den Mount Everest rund 50.000 Euro, nach oben aber keine Grenzen. Für die diesjährige Frühjahrssaison haben die Behörden bereits 414 Lizenzen an Bergsteiger erteilt. Die meisten Touren werden von einheimischen Sherpas, den wahren Helden des Himalayas, begleitet.

Sherpa Kami Rita war bereits 29. Mal auf dem Gipfel

Sie tragen das Gepäck ihrer Auftraggeber, kommen in der Höhenluft besser zurecht und kennen sich aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung hervorragend aus. Rekordhalter ist Kami Rita Sherpa, der dieses Jahr bereits zum 29. Mal auf dem Gipfel (8.849 m) des höchsten Berges der Welt stand. Er bezwang auch schon den K2, den zweithöchsten Berg der Welt.

Der Mount Everest befindet sich auf der Grenze zwischen Nepal und China im Himalaja und kann von beiden Seiten bestiegen werden. Ein Everest-Abenteuer ist ein teurer Spaß und bedarf vieler Helfer. Neben der Behördengebühr von rund 10.000 Euro muss ein lokales Team mit Führern, Sherpas usw. gebucht werden, die sich um alles kümmern, das Gepäck und die Ausrüstung tragen und kochen. Von der Anreise bis zur Rückkehr dauert die Expedition im Durchschnitt rund 60 Tage. Das Basislager liegt auf rund 5.300 Meter.

(Quelle: afp/dpa/zdf)