EM-Achtelfinale Polizei holt vermummten Mann von Stadiondach in Dortmund

Polizei holt vermummten Mann von Stadiondach in Dortmund
Blicke nach oben: Der Anpfiff zur zweiten Hälfte verzögerte sich wegen der Kletteraktion. (Bild: Bernd Thissen/dpa)

Deutsche Presse-Agentur

Ein Mann klettert beim EM-Spiel in Dortmund unter das Stadiondach. Das Motiv des 21-Jährigen aus Osnabrück ist zunächst unklar. Bilder zeigen, dass er vermummt war.

Der Mann, der während des deutschen EM-Achtelfinals unter das Dach des Dortmunder Stadions geklettert war, war Videoaufnahmen zufolge vermummt und trug einen größeren Rucksack.

Die Aufnahmen, die von der englischen Zeitung «Daily Mail» veröffentlicht wurden, zeigen, wie der Mann von der Polizei festgenommen wird. Die Beamten hatten am Samstagabend nach der Partie mitgeteilt, es handle sich um einen 21-Jährigen aus Osnabrück. Gefahr für die Zuschauer habe nicht bestanden, betonte die Polizei.

Den Angaben zufolge war der Mann um 22.27 Uhr, also während der zweiten Halbzeit, auf das Dach des Stadions gelangt. Den Videoaufnahmen ist zu entnehmen, dass er von den begehbaren Plattformen unter dem Stadiondach auch auf die Streben der Dachkonstruktion klettert. Bisher gebe es keine Erkenntnisse darüber, dass der 21-Jährige die Stadionbesucher gefährden wollte, hieß es in der Polizeimitteilung.

Sicherheitskonzept hinterfragen

Einsatzkräfte hatten sich demnach dem Mann nach dem Schlusspfiff genähert und ihn angesprochen. Ein Hubschrauber habe zudem das Stadiondach ausgeleuchtet. In dem veröffentlichten Video sind kurz die Zuschauerränge zu sehen, zum Zeitpunkt des Zugriffs hatten demnach viele Zuschauer bereits das Stadion verlassen.

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Der Vorfall wirft Fragen zum Sicherheitskonzept der EM auf. Immer wieder war es in der Gruppenphase zu Zwischenfällen gekommen, als Zuschauer auf den Rasen gelangt waren, um mit den Spielern ein Foto zu machen. Die Europäische Fußball-Union UEFA verwies auf die Mitteilung der Polizei. «Wir haben keinen weiteren Kommentar», teilte der Dachverband auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.