Mobilität Neue E-Auto-Förderung: Wer jetzt wie viel Geld bekommt

Neue E-Auto-Förderung: Wer jetzt wie viel Geld bekommt
Nach rund zwei Jahren Förderstopp gibt der Staat wieder Geld für den Kauf von Elektroautos. (Bild: Julian Stratenschulte/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Das neue Förderprogramm für Elektroautos ist beschlossen. Welche Rolle Einkommen und Kinderzahl bei der Prämie spielen und welche Regelungen für Plug-in-Hybride gelten – ein Überblick.

Wer ein Elektroauto kauft oder least, kann künftig abhängig von persönlichen Voraussetzungen und der Fahrzeugart zwischen 1.500 und 6.000 Euro staatliche Unterstützung erhalten. Haushalte mit geringerem Einkommen oder mit Kindern profitieren dabei stärker innerhalb dieser Spanne. Das Wichtigste zum neuen Förderprogramm im Überblick.

Wie viel Geld gibt es beim Kauf reiner Elektroautos?

Die Einkommensgrenze für die Förderung liegt bei einem Haushaltsjahreseinkommen von 80.000 Euro. Das entspricht nach Angaben des Bundesumweltministeriums etwa einem monatlichen Nettoeinkommen von 4.800 Euro für Alleinstehende und 5.400 Euro für Paare. Mit zwei Kindern erhöht sich die maximale Einkommensgrenze auf 90.000 Euro, da sie sich pro Kind um jeweils 5.000 Euro nach oben verschiebt.

Die Basisförderung für reine Elektroautos beträgt 3.000 Euro. Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, bei einem Einkommen von maximal 45.000 Euro sind es 5.000 Euro. Zusätzlich erhöht sich die Prämie pro Kind um 500 Euro, insgesamt jedoch um höchstens 1.000 Euro.

Was gilt für Fahrzeuge, die nicht rein elektrisch fahren?

Für sogenannte Plug-in-Hybride sowie Fahrzeuge mit Range Extender fällt die Förderung geringer aus. Die Basisprämie liegt hier bei 1.500 Euro. Plug-in-Hybride können sowohl elektrisch als auch mit Treibstoff betrieben werden. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Förderfähig sind diese Fahrzeuge nur, wenn sie maximal 60 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern aufweisen. Ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung überprüft werden. Geplant sind dann strengere Vorgaben, die sich stärker am tatsächlichen CO₂-Ausstoß im Fahrbetrieb orientieren.

Ab wann kann die Förderung beantragt werden?

Förderfähig sind Elektroautos und bestimmte Plug-in-Hybride, die ab dem 1. Januar neu zugelassen wurden. Das gilt sowohl für Kauf als auch Leasing. Die Antragstellung soll voraussichtlich ab Mai möglich sein, sobald das entsprechende Online-Portal freigeschaltet wird.

Für die Kaufprämie stehen insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung. Nach Angaben des Ministeriums reicht das für rund 800.000 geförderte Fahrzeuge bis zum Jahr 2029.

Welche Förderung gab es bislang?

Aktuell gibt es keine staatliche Kaufprämie. Ende 2023 hatte die damalige Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP den Umweltbonus kurzfristig beendet, um Haushaltslücken zu schließen. Zuvor lag die Förderung bei bis zu 4.500 Euro, wobei die Hälfte von den Herstellern getragen werden musste. Ab 2024 sollte sie auf 3.000 Euro sinken und Ende 2024 auslaufen.

Wie entwickeln sich die Verkaufszahlen von Elektroautos?

Der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen stieg im vergangenen Jahr auf gut 19 Prozent, ein Plus von rund 5,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im Oktober hatte die Bundesregierung angekündigt, die Kaufprämie im Laufe dieses Jahres wieder einzuführen.

Zwar lag der Absatz 45 Prozent über dem Vorjahr, doch nach dem überraschenden Förder-Aus war der Markt 2024 eingebrochen. Im Vergleich zu 2023 betrug das Wachstum 2025 lediglich rund vier Prozent, rechnet Verkehrsexperte Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY vor. Der Anteil von Elektroautos am gesamten Fahrzeugbestand lag zuletzt bei rund vier Prozent.

Warum sind Plug-in-Hybride umstritten?

Plug-in-Hybride können sowohl elektrisch als auch mit Treibstoff betrieben werden. Ihre Klimabilanz ist umstritten. Zwar lassen sich kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen, doch mit leerer Batterie steigt der Verbrauch wegen des höheren Gewichts, was zu mehr CO₂-Ausstoß führt. Auch bei der Produktion entsteht mehr CO₂ als bei klassischen Verbrennern.

Ob Plug-in-Hybride klimafreundlicher sind als vergleichbare Verbrenner, hängt maßgeblich davon ab, wie häufig sie geladen werden und wie groß der elektrisch zurückgelegte Anteil ist. Kritiker halten die offiziellen Verbrauchswerte für deutlich zu niedrig. Besonders in Firmenflotten sind sie wegen steuerlicher Vorteile dennoch beliebt.

Bis Ende 2022 gab es auch für Plug-in-Hybride eine staatliche Förderung von bis zu 2.250 Euro.

Hilft die Förderung der angeschlagenen Autobranche?

„Ich glaube, das Ganze ist nicht notwendig“, sagt Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research (CAR). „Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld.“ Die Preise für Elektroautos seien zuletzt ohnehin gesunken. Dudenhöffer erwartet, dass sich dieser Trend auch ohne staatliche Förderung fortsetzt – unter anderem, weil die Hersteller Elektroautos verkaufen müssen, um CO₂-Flottenziele einzuhalten und EU-Strafzahlungen zu vermeiden.

Er warnt zudem davor, dass Autobauer die Prämie in ihre Preise einrechnen könnten. Außerdem entstünde durch Einkommensnachweise zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Um den Absatz von Elektroautos zu fördern und die heimische Industrie zu stärken, hält Dudenhöffer günstigeren Ladestrom und niedrigere Lohnnebenkosten für sinnvoller.

Langfristig soll die Förderung stärker an eine Produktion in Europa geknüpft werden. Dafür stehen jedoch noch entsprechende EU-Regelungen aus.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.