Notfall in Adamuz Nach Zugunglück mindestens 39 Tote in Spanien

Nach Zugunglück mindestens 39 Tote in Spanien
Die Zahl der Toten bei dem Zugunglück in Spanien ist gestiegen. (Bild: Francisco J. Olmo/EUROPA PRESS/dpa)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT
Deutsche Presse-Agentur
Deutsche Presse-Agentur

Das spanische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz gilt als modern, zuverlässig und pünktlich. Doch ein schweres Zugunglück hat das Land nun tief erschüttert. Die Zahl der Opfer nimmt weiter zu.

Nach dem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 39 gestiegen. Dies berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil.

Nach diesen Angaben wurden insgesamt 73 Menschen nach der Kollision in Krankenhäuser in der andalusischen Stadt Córdoba gebracht. 24 von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Bei vier der Schwerverletzten handelt es sich laut dem RTVE-Bericht um Minderjährige.

Das Unglück ereignete sich bereits Stunden zuvor. Am Sonntag gegen 19.40 Uhr entgleiste nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmaßlich ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia mit einer Geschwindigkeit von 300 Stundenkilometern und geriet auf das benachbarte Gleis, wie die Bahngesellschaft Renfe mitteilte. In diesem Moment fuhr dort ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe, der durch den Zusammenstoß ebenfalls aus den Schienen gerissen wurde.

„Aufprall war so heftig“

„Der Aufprall war so heftig, dass die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges infolgedessen aus den Gleisen geschleudert wurden“, sagte Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente. Die betroffenen Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinab und wurden größtenteils zerstört.

Der Iryo-Zug war mit mehr als 300 Menschen an Bord auf der Strecke von Málaga nach Madrid unterwegs. Der Renfe-Zug, der in Madrid gestartet war, beförderte rund 200 Passagiere in Richtung Huelva. Der Zugverkehr auf der wichtigen Verbindung zwischen Madrid und Andalusien wurde vollständig unterbrochen.

Königshaus und von der Leyen sprechen Beileid aus

Nach offiziellen Angaben gehört auch einer der Lokführer zu den Todesopfern. Viele Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unglück in den Zügen eingeschlossen. Feuerwehrleiter Paco Carmona sprach von einem äußerst schwierigen Einsatz: „Es ist ein schwer zugängliches Gebiet. Das Ausmaß der Zerstörung war zudem groß. Chaos, offene Brüche. Alles andere als schön.“

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte schnelle Hilfe zu. „Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land“, schrieb er auf der Plattform X. Neben dem Königshaus in Madrid äußerten zahlreiche weitere Persönlichkeiten ihr Mitgefühl. Auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. „In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken“, schrieb sie auf X auf Spanisch.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.