Zoo Koala-Weibchen in Wilhelma eingeschläfert

Koala-Weibchen in Wilhelma eingeschläfert
In der Wilhelma musste ein Koala eingeschläfert werden. (Bild: Bernd Weißbrod/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Erneut gibt es einen traurigen Verlust im Koala-Gehege der Stuttgarter Wilhelma: Ein Weibchen litt an Blutarmut und einem Bakterienbefall und musste eingeschläfert werden. Die Ursachen für die Todesfälle in der Australienwelt sind weiterhin unklar.

Trauer in der Wilhelma Stuttgart: Dort musste ein Koala-Weibchen eingeschläfert werden, wie der Zoologisch-Botanische Garten mitteilte. Der Gesundheitszustand der sieben Jahre alten Scarborough hatte sich demnach stark verschlechtert. Laut pathologischem Befund litt das Tier an einer schweren Anämie (Blutarmut). Woher diese stammte, ist bislang unklar. Zudem stellten Tierärzte in Lunge, Leber und Niere des Weibchens das Bakterium Bordetella fest.

Das fast sieben Jahre alte Weibchen Scarborough litt an Blutarmut.
(Foto: Lisa-Marie Grimmer/Wilhelma Stuttgart/dpa)

In den vergangenen Monaten waren in der Wilhelma Stuttgart bereits zwei junge Koalas verendet. Auch sie waren mit Bordetellen infiziert. Der Erreger hatte bei den beiden Jungtieren schwere Lungenentzündungen verursacht. Ob bei Scarborough ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Bordetellen und der festgestellten Anämie besteht, könne laut Wilhelma weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Koalas werden regelmäßig geimpft

«Aufgrund unserer Erfahrungen haben wir uns entschlossen, unsere Koalas regelmäßig gegen Bordetellen zu impfen», teilte der leitende Tierarzt der Wilhelma, Tobias Knauf-Witzens, mit. Bislang habe es dafür keine offizielle Empfehlung gegeben, da solche Erkrankungen bei in Europa gehaltenen Koalas in dieser Form bisher nicht bekannt gewesen seien.

Nach Angaben von Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin sind die Koala-Bestände in Teilen Australiens in den vergangenen zwei Jahrzehnten um etwa die Hälfte zurückgegangen. Reservepopulationen in Zoos kämen deshalb eine immer größere Bedeutung zu. Die Zucht solle langfristig dazu beitragen, das Überleben dieser Tiere zu sichern.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.