Ein 64-Jähriger steht in Augsburg vor Gericht, weil er bei einem Sommerfest der AfD den Holocaust geleugnet haben soll. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestreitet der Angeklagte die NS-Verbrechen vehement.
Wegen des Verdachts der Volksverhetzung durch Leugnung des Holocaust muss sich heute ein 64 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte im Juni 2024 bei einem Sommerfest der AfD in Königsbrunn mit anderen Gästen über den Holocaust gesprochen haben.
Dabei habe er wiederholt und nachdrücklich den systematischen Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs bestritten. Die Selektion von Juden in Konzentrationslagern, deren Tötung in Gaskammern sowie die nach Kriegsende entdeckten Massengräber seien nach Darstellung des Mannes eine Erfindung der Siegermächte gewesen. Auch Filmaufnahmen von der Befreiung der Konzentrationslager habe er als gefälscht bezeichnet.
Wegen Volksverhetzung war gegen den Mann zuvor ein Strafbefehl erlassen worden. Dieser sah eine Geldstrafe von insgesamt 10.800 Euro vor, entsprechend 120 Tagessätzen zu je 90 Euro. Da der Beschuldigte Einspruch eingelegt hatte, wird der Fall nun in öffentlicher Verhandlung verhandelt.