Hightech in Baden-Württemberg – wie sehr prägen neue Technologien den Arbeitsmarkt?

Hightech in Baden-Württemberg – wie sehr prägen neue Technologien den Arbeitsmarkt?
Websites, die im Internet zur Verfügung stehen, werden noch heute von „Menschen“ gemacht, teilweise aber mit starker KI-Unterstützung. (Bild: unsplash)

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Alles neu macht die Technologie. Nicht zuletzt durch KI hat sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten stark verändert. Davon ist auch Baden-Württemberg als eines der technikaffinen Bundesländer betroffen. Jobs fallen weg, wieder andere werden durch Technologien erst entwickelt. Aber was verändert sich mittel- und langfristig? Welche Chancen haben Gründer in der aktuellen Zeit und worauf müssen sich Arbeitnehmer einstellen?

Jobs gehen und kommen in unterschiedlichen Branchen

Mit KI und Digitalisierung wurden viele Jobs obsolet, andere haben sich entwickelt. Besonders betroffen ist die IT-Branche, denn hier können KI-Systeme viele Jobs übernehmen. Geht es hingegen um den kreativen Aspekt, ist der Mensch noch lange nicht obsolet und wird weiterhin gebraucht. Websites, die im Internet zur Verfügung stehen, werden noch heute von „Menschen“ gemacht, teilweise aber mit starker KI-Unterstützung.

Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Glücksspielbranche. Spieler suchen häufig zunächst nach Angeboten und Boni, mit denen Sie ein Startguthaben oder Freispiele in der digitalen Spielothek nutzen können. Einen professionellen und unabhängigen Überblick über diese Boni bieten Vergleichsseiten, die von versierten Programmierern erstellt werden. Diese Profis müssen zunächst die Daten der Spielothek per API einbinden und redaktionell aufbereiten, damit ein Vergleich der Bonus-Angebote in deutschen Online Casinos überhaupt möglich ist und diese Arbeit kann bisher keine Technologie ersetzen.

Solche Beispiele zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt durch technische Innovationen verändert, der Mensch aber noch lange nicht von KI ersetzt werden kann. Es gibt lediglich einige Bereiche, in denen künstliche Intelligenz in der Lage ist, Menschen zu unterstützen, teilweise aber auch zu ersetzen.

Vor allem redundante Arbeiten, Recherchen und Datenanalysen lassen sich schneller und effizienter durch Technik erledigen. Das gibt kreativen Personen die Chance, sich wieder verstärkt auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Stabiles Arbeitsplatzniveau trotz künstlicher Intelligenz in Studien bestätigt 

Das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft gibt Studienergebnisse zum Einfluss von KI auf die Arbeitsmärkte bekannt und zeigt klar, dass das Beschäftigungsniveau weiterhin stabil ist. Auch wenn in einigen Branchen stärker auf KI gesetzt wird, wurden in den letzten Monaten auch viele neue Berufsfelder etabliert. Insbesondere KI-Experten sind gefragter denn je und wer sich hier weiterbildet, kann in Zukunft auf einen sicheren Arbeitsmarkt vertrauen.

Entgegen den bisherigen Befürchtungen von Arbeitnehmern hat sich gezeigt, dass KI zwar zu Umstrukturierungen einzelner Jobs führt, der tatsächliche Arbeitsplatzverlust aber nicht eintritt. Stattdessen profitieren Angestellte von einer besseren Beschäftigungsqualität, da Automatisierung in vielen Bereichen eingesetzt wird. Die Monotonie im Job geht zurück, stattdessen treten kreative und soziale Berufsbereiche wieder stärker in den Fokus.

Dennoch betonen die aktuellen Studien auch, dass es umfassende Beobachtungen geben muss. Es ist wichtig, darauf zu achten, Angestellte auf die kommende Zukunft vorzubereiten. Hier spielt Bildung eine entscheidende Rolle. Wer nicht bereit ist, sich mit Themen wie künstlicher Intelligenz und Digitalisierung auseinanderzusetzen, könnte in der Zukunft das Nachsehen haben.

Einfluss von KI noch geringer als erwartet

Die Erwartungshaltung bezüglich der Einsatzbereiche von KI war in der Vergangenheit höher als die tatsächliche Ausbreitung. Der Einfluss auf den Arbeitsmarkt ist folglich noch gering. Befürchtet wurde ein disruptiver und schneller Wandel, der sich bislang aber weder in Baden-Württemberg noch in anderen Bundesländern abgezeichnet hat.

Stattdessen werden KI-Möglichkeiten langsam und stückweise implementiert und vor allem auf spezifische Einsatzbereiche ausgelegt. Unternehmen stehen vor umfassenden Kosten-Nutzen-Analysen, denn das Einspar- und Innovationspotenzial steht hohen Kosten für Entwicklungsarbeiten und Implementierung entgegen.

Ganz besonders KMUs könnten hier Schwierigkeiten haben, da ihnen das Geld für die Entwicklung eigener Lösungen fehlt. Großkonzerne hingegen sind im Vorteil, sie arbeiten schon lange mit KI und setzen darauf, die Weiterentwicklung rasch voranzutreiben. Welche Beschäftigungseffekte künstliche Intelligenz und Digitalisierung in der Zukunft haben werden, ist nicht ganz klar.

Durch EU-weite Regulierungen müssen Unternehmen darauf achten, die Gesetze einzuhalten. Hinzu kommt, dass die Abhängigkeit von Experten noch stärker ist als zuvor. Schon der IT-Fachkräftemangel wurde in der Vergangenheit zum Problem für viele Betriebe, im Bereich KI verfügen noch weniger Menschen über fundiertes Wissen.

KI-Startups erleben eine goldene Zeit

Für Gründer und Start-ups bringt künstliche Intelligenz jede Menge Potenzial mit. Einzigartige Entwicklungen dürften in den nächsten Jahren für Furore und hohe Umsätze sorgen. Das zeigt beispielsweise das Unternehmen Mindway AI aus Dänemark, das sich in der Glücksspielszene einen Namen gemacht hat.

Hier waren die Entwickler schnell und haben ein einzigartiges und KI-gesteuertes Programm zur präventiven Erkennung von Spielsucht auf den Markt gebracht. Ein Thema, das nicht nur in Dänemark, sondern europaweit eine wichtige Rolle spielt. Ähnlich erfolgreich dürften sich Start-ups zeigen, die tiefgründiges KI-Wissen mitbringen und dadurch Programme der Zukunft entwickeln können.

Individuelle Softwares, die sich für Unternehmen aller Art nutzen lassen, werden heute mehr gebraucht als je zuvor. Wer die richtige Idee hat und das Potenzial zu gründen, könnte sich über geballte Erfolge freuen. Es bleibt abzuwarten, ob die Anzahl der Gründer in den nächsten Jahren zunimmt und stattdessen die Anzahl der Angestellten sinkt.