Für viele Menschen gehört Spargel zum Frühling einfach dazu – ob klassisch mit Kartoffeln, Schinken und Butter oder im Salat. Nun ist es soweit: In Teilen Badens soll bereits am Wochenende der erste Spargel gestochen werden.
«Wir schätzen je nach Wetter schon so ab Sonntag», sagte Simon Schumacher, Geschäftsführer des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE). Damit beginne die Saison ungewöhnlich früh. «Das ist schon richtig schön früh – und garantiert vor Ostern wird es größere Mengen geben.»
Wo der erste Spargel geerntet wird
Die ersten Spargelstangen werden laut Schumacher vor allem im Raum Heidelberg sowie rund um Karlsruhe und Bruchsal erwartet. Auch in Südbaden im Raum Freiburg könnte es bald losgehen.
Spargelbauer Stefan Schneider aus Iffezheim ist ebenfalls zuversichtlich, dass die Ernte am Wochenende beginnt. «Da muss es die ersten Spargel geben», sagte der 63-Jährige. Der Familienbetrieb im Kreis Rastatt bewirtschaftet etwa elf Hektar Spargelfelder und erntet pro Saison bis zu 60 Tonnen.
Preise bleiben moderat
Beim Preis rechnet der Branchenverband mit einem breiten Angebot für unterschiedliche Budgets. Besonders bei Direktvermarktern sei Spargel für verschiedene Geldbeutel erhältlich.
Bruch- oder Suppenspargel gibt es laut Schumacher für weniger als zehn Euro pro Kilogramm. Hochwertiger Spargel in bester Qualität kann etwas mehr kosten, bleibt aber unter 20 Euro pro Kilogramm.
Darauf sollten Käufer achten
Beim Einkauf sei vor allem Frische entscheidend, betont Schumacher. Spargel sollte möglichst schnell verzehrt und nicht mehrere Tage gelagert werden.
Wichtig sei außerdem die richtige Kühlung. Ideal seien etwa zwei Grad – der Spargel gehört jedoch nicht ins Tiefkühlfach.
Als besonders hochwertig gelten Stangen, die länger als 20 Zentimeter sind, eine rein weiße Farbe haben und geschlossene Köpfe besitzen. Zudem sollten die Stangen ähnlich dick sein, damit sie beim gemeinsamen Kochen gleichmäßig garen.
Bruchspargel ist kein schlechter Spargel
Auch Spargelbruch ist laut Experten qualitativ nicht schlechter. Geschmacklich unterscheidet er sich nicht von ganzen Stangen.
Die kleinen Stücke müssen lediglich geschält und an der Bruchstelle abgeschnitten werden. Besonders geeignet ist Bruchspargel für Suppen oder zum Einfrieren. Die kleineren Stücke lassen sich später besser auftauen. «Es ist ein aktiver Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung», sagte Schumacher.
Ein einfaches Rezept für Spargelfans
Schumacher empfiehlt für die Zubereitung eine einfache Ofenmethode: Weißen Spargel auf ein Backblech legen, etwas Rapsöl, Parmesan sowie Zitronensaft oder einen Schuss Weißwein dazugeben. Anschließend wird ein weiteres Blech darüber gelegt, sodass der Spargel schonend dämpfen kann.
Bei 180 Grad Umluft bleibt der Spargel etwa 15 bis 20 Minuten im Ofen. Mit dem sogenannten Gabeltest lässt sich prüfen, ob er fertig ist: Lässt sich die Stange leicht anheben und biegt sich dabei etwas durch, ist der Spargel gar. Serviert wird er zum Beispiel mit Bandnudeln, Parmesan oder auch mit Fleisch.