Crans-Montana Empörung über Karikatur zu tödlichem Brand in der Schweiz

Empörung über Karikatur zu tödlichem Brand in der Schweiz
Das französische Blatt «Charlie Hebdo» erntet für eine Karikatur zu der Brandkatastrophe in der Schweiz heftige Kritik. (Archivbild: Antonio Calanni/AP/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Strafanzeige in der Schweiz, wütende Reaktionen im Netz: Eine satirische Zeichnung zur Brandkatastrophe in Crans-Montana hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Was zeigt die Karikatur?

Eine Zeichnung des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo zur Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana mit 40 Toten hat im Internet für heftige Kritik gesorgt. Tausende Nutzer reagierten auf Facebook mit einem wütenden Emoji auf die Karikatur mit dem Titel „Die Verbrannten fahren Ski“. „Das ist echt miserabel“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer warf dem Magazin mangelnde Empathie vor. In der Schweiz wurde wegen der Zeichnung Strafanzeige erstattet.

Das Bild des Zeichners „Salch“ zeigt zwei offenbar verkohlte Menschen mit Verbänden, die einen Abhang hinunterfahren. Auf einem Schild ist „Crans-Montana“ zu lesen. Untertitelt ist die Zeichnung mit „Die Komödie des Jahres“. Salch nimmt mit der Karikatur, die im Original den Titel „Les Brulés font du Ski“ trägt, Bezug auf die französische Komödie „Les Bronzés font du Ski“ aus den 1970er Jahren.

„Les Bronzés“ bedeutet auf Deutsch „die Sonnengebräunten“. In dem klamaukigen Film geht es um einen Skiurlaub. Crans-Montana, wo sich das Unglück mit 40 Toten und 116 Verletzten ereignete, ist als Wintersportort bekannt.

Debatte um Menschenwürde und Satire

Die Schweizer Schriftstellerin Béatrice Riand hat wegen der Karikatur gemeinsam mit ihrem Mann, einem Juristen, Strafanzeige eingereicht. „Ich finde das zutiefst abscheulich“, sagte Riand im Schweizer Fernsehen RTS. „Die Meinungsfreiheit hat Grenzen. Man macht sich über die Opfer lustig. Die Frage ist: Hat die Menschenwürde Vorrang vor der Meinungsfreiheit oder nicht?“

Der Chefredakteur des Satiremagazins, Gérard Biard, räumte bei RTS ein, dass der Karikaturist sehr weit gegangen sei. Es handle sich jedoch um schwarzen Humor. „Natürlich kann das schockieren, aber Satire soll ja auch schockieren“, sagte er. Man mache sich nicht über die Opfer lustig, sondern zeige die Absurdität der Tragödie.

„Charlie Hebdo“ ist für provokante und grenzüberschreitende Darstellungen bekannt. Auf die Redaktion war im Januar 2015 ein islamistischer Anschlag mit zwölf Toten verübt worden. Zuvor hatte das Magazin Mohammed-Karikaturen über den Begründer des Islam veröffentlicht.

Wenn du möchtest, kann ich den Text auch noch stärker neutralisieren, etwa für ein besonders sensibles Umfeld oder eine Polizeiberichts-nahe Tonalität.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.