Award-Show Deutsche Jugendserie zur DDR gewinnt internationalen Emmy

Deutsche Jugendserie zur DDR gewinnt internationalen Emmy
Bei den 53. International Emmys gewann auch eine MDR-Jugendserie. (Archivbild: Andrew Gombert/EPA/dpa)

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Deutsche Presse-Agentur
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Eine MDR-Serie über den Alltag junger Menschen in Ostdeutschland hat einen der Kinderpreise gewonnen. «Herrhausen» ging hingegen leer aus. Als bestes Drama wurde eine britische Serie aus den 1980er-Jahren ausgezeichnet.

Die MDR-Produktion «Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?» hat einen International Emmy für ausländische TV-Produktionen erhalten. Bei der Verleihung in New York holte die Serie den Preis in der Kategorie «Kids: Factual & Entertainment» und setzte sich damit gegen Beiträge aus Brasilien, Großbritannien und Südafrika durch.

«Auf Fritzis Spuren» richtet sich an ein junges Publikum und erklärt in sechs teils animierten Folgen die Lebensrealität im geteilten Deutschland kurz vor der Wiedervereinigung. Drehbuchautor und Produzent Ralf Kukula sagte in seiner Dankesrede, er könne sich noch gut an die letzten Tage der DDR erinnern. «36 Jahre später stehe ich hier und finde das absolut wahnsinnig», sagte er. «Wir wollten zeigen, wie es war, als Deutschland das glücklichste Land der Welt war. Ich finde, es ist sehr wichtig, dass wir in der Lage sind, uns wieder daran zu erinnern.»

ARD-Miniserie «Herrhausen» unterliegt britischem Konkurrenten

Die zweite nominierte deutsche Produktion blieb ohne Auszeichnung: Die ARD-Thrillerserie «Herrhausen – Der Herr des Geldes» über das Attentat auf den früheren Vorstandschef der Deutschen Bank verlor in der Kategorie «Fernsehfilm/Miniserie» gegen das britische «Lost Boys & Fairies». Den Preis für die beste Dramaserie erhielt «Rivals», das den Alltag konservativer Adelsfamilien im Großbritannien der 80er-Jahre erzählt.

Der International Emmy für die beste Comedyserie ging an die britische Krimi-Komödie «Ludwig». Für Deutschland ist die Serie künftig noch relevanter: Die erste Staffel lief beim ZDF, und für Staffel zwei ist der Sender als Koproduzent eingestiegen.

Weitere Auszeichnungen für «Bluey» und Gaza-Doku

Zur besten Dokumentation wurde «Hell Jumper» gekürt, das den Tod eines britischen Freiwilligen im Ukraine-Krieg beleuchtet. Weitere Preisträger waren unter anderem die australische Serie «Bluey» als beste Kinderanimationsserie, eine britische Produktion über das Alltagsleben in Gaza als beste aktuelle Berichterstattung sowie eine Netflix-Dokumentation über den Kuss des spanischen Fußballfunktionärs Luis Rubiales auf den Mund von Spielerin Jennifer Hermoso nach deren WM-Sieg.

International Emmys als weltweiter Ableger der Hauptverleihung

Die International Emmys gelten als internationale Schwesterveranstaltung der US-Emmys. Bei der 53. Ausgabe, die Produktionen außerhalb der USA würdigt, waren Beiträge aus 26 Ländern in insgesamt 16 Kategorien nominiert.