Beschäftigungsniveau bei Älteren steigt deutlich

Beschäftigungsniveau bei Älteren steigt deutlich
Ein Arbeiter fertigt einen explosionsgeschützen Schaltkasten in einer Produktionshalle des Unternehmens Stahl, einem Hersteller und Entwickler von explosionsgeschützen Schaltanlagen, am Stammsitz in Waldenburg. (Bild: Bernd Weißbrod/dpa)

Deutsche Presse-Agentur

Der Fachkräftemangel wird die Südwest-Wirtschaft deutlich treffen. Ein Teil der Lösung könnten ältere Arbeitnehmer sein. Eine Statistik zeigt: In der Altersgruppe Ü60 stieg die Beschäftigung deutlich.

Ältere Menschen in Baden-Württemberg arbeiten zunehmend. Zwischen 2013 und 2023 stieg der Anteil der 60- bis Unter-67-Jährigen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, um 16,3 Prozentpunkte auf 44,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Fellbach mitteilte. Die allgemeine Beschäftigungsquote der im Land wohnenden Menschen zwischen 15 und dem Renteneintrittsalter wuchs dagegen im gleichen Zeitraum lediglich um 6,6 Prozentpunkte auf 63,6 Prozent.

Im Bundesländervergleich weist der Südwesten damit die höchste Beschäftigungsquote der Generation 60plus auf. Auf Baden-Württemberg folgen demnach Hamburg und Sachsen mit jeweils 43,7 Prozent. Den niedrigsten Wert verzeichneten das Saarland (36,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (37,8 Prozent). Der Bundesschnitt lag bei 41,3 Prozent. Das Amt wertete für die Erhebung die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit aus.

Mitte 2023 waren den Angaben nach rund 4,77 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg sozialversicherungspflichtig beschäftigt – so viele wie nie zuvor. Insbesondere die Zahl der Ü-60-Arbeitnehmer stieg zwischen 2013 und 2023 überdurchschnittlich. Mitte 2023 war jeder neunte Beschäftigte 60 Jahre und älter. Vor allem Akademikerinnen und Akademiker blieben länger im Beruf. Ihre Zahl hat sich in der Zeit mehr als verdreifacht.

Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters vergrößert nach Angaben der Statistiker seit 2012 die Zahl der Über-65-Jährigen am Arbeitsmarkt. Und diese werden auch gebraucht: Durch den Arbeits- und Fachkräftekräftemangel dürfte die Integration von Älteren in den Arbeitsmarkt künftig Experten zufolge noch wichtiger werden.