Nach Holocaust Verleugnung Anklage wegen Volksverhetzung gegen Musiker Naidoo

Anklage wegen Volksverhetzung gegen Musiker Naidoo
Der damalige Juror Xavier Naidoo sitzt beim Finale der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar 2019» (DSDS) auf der Bühne. (Bild: Henning Kaiser/dpa/Archivbild)

Deutsche Presse-Agentur

Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft dem Popstar Xavier Naidoo Volksverhetzung vor. Seine Rechtsanwälte weisen das zurück.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen den Musiker Xavier Naidoo («Dieser Weg», «Sie sieht mich nicht») Anklage wegen Volksverhetzung erhoben. Dies bestätigten Naidoos Rechtsanwälte am Donnerstag schriftlich.

Dem 52-Jährigen wirft die Anklagebehörde vor, im März 2021 über einen Telegram-Kanal den Holocaust leugnende und antisemitische Inhalte durch Verlinkung eines Videos sowie durch eine mit einem Text versehene Bilddatei veröffentlicht zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit, ohne Naidoos Namen zu nennen.

«Die von der Staatsanwaltschaft behaupteten Vorwürfe der Volksverhetzung und Holocaustleugnung sind falsch und werden ausdrücklich bestritten. Gegen die Vorwürfe gibt es nicht nur beachtliche rechtliche Einwendungen, sondern es gibt vor allem ganz erhebliche Einwendungen in tatsächlicher Hinsicht. Diese belegen die Unschuld unseres Mandanten», hieß es in der Mitteilung des Rechtsbeistands von Naidoo.