U23 der HSG Konstanz empfängt den Tabellenführer

U23 der HSG Konstanz empfängt den Tabellenführer
Der HSG Konstanz empfängt am Wochenende den SG Köndringen/Teningen (Bild: HSG Konstanz)
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Redaktion

Konstanz – Nach dem Tabellenzweiten nun der souveräne Spitzenreiter: Die U23 der HSG Konstanz freut sich am Samstag, 17 Uhr, auf den designierten Drittligisten SG Köndringen/Teningen in der Schänzle-Sporthalle. Die spannende Frage wird sein: Kann die Drittliga-Reserve nach dem knapp verpassten Punkt gegen Baden-Baden (26:27) nun mit den Erfahrungen aus dem letzten Topspiel nun vielleicht gegen den Primus überraschen?

Viel hat gegen den Zweiten aus Baden-Baden nach 24:21-Führung nicht gefehlt. Vielleicht etwas Erfahrung in den Schlüsselmomenten. Doch davon hat auch der kommende Gegner deutlich mehr vorzuweisen. Dazu eine zwölf Spiele währende Siegesserie mit zuletzt 24:0 Punkten. Im Jahr 2022 eilte das Team aus dem Breisgau ausnahmslos von Erfolg zu Erfolg. Es ist die maximale Herausforderung für die HSG-Talente. Aber eine, auf die sie sich genau deshalb ganz besonders freuen.

„Diese Spiele machen am meisten Spaß und bringen uns am meisten weiter“, erklärt Vitor de Faria Baricelli. Der Trainer erwartet ein schweres und zugleich interessantes Spiel auf mentaler Ebene, aus dem seine Schützlinge viel werden herausnehmen können. Vor allem die individuelle Qualität bei Köndringen/Teningen stuft er als hoch ein. „Sie haben im Angriff viele Möglichkeiten und beherrschen zwei Abwehrsysteme“, weiß der 25-Jährige. „Wir müssen diesem Druck standhalten und werden alles geben.“

Besonders gefordert wird hier Abwehrchef Kai Mittendorf sein, der seinen blutjungen Mitspielern Ruhe und Übersicht vermitteln soll. Baricelli arbeitet darüber hinaus täglich an der Weiterentwicklung seines jungen Teams, das künftig noch mehr Ideen auf dem Spielfeld einsetzen können soll. „Veränderungen, auch im Spiel selbst, sind wichtig“, findet er. Diese schnell erfolgreich umzusetzen ist jedoch die Kunst. Baricelli: „Als Trainer muss ich manchmal vielleicht auch noch etwas mehr ins Risiko gehen. Nicht zu viel, aber hin und wieder braucht es das.“

Im Duell mit Baden-Baden etwa nahmen die erfahrenen Führungsspieler in der spannenden Schlussphase mit ihrem feinen Gespür für die nötigen Korrekturen jedenfalls entscheidenden Einfluss auf das Spiel. Die Konstanzer befinden sich hier noch im Entwicklungs- und Reifeprozess. Der Brasilianer umreißt beispielhaft die Situationen, wann es angebracht sei, voll ins Tempo zu gehen und wann es ratsamer ist, etwas zu variieren und in Ruhe neu aufzubauen.

„Wir wollen in der Spielkontrolle nochmal einen Schritt weiter kommen“, formuliert er die Ziele für die nächsten Wochen. „Dass wir uns schnell verändern und reagieren können.“ Den größtmöglichen Prüfstein dafür gibt es am Samstag im Duell mit dem einsam an der Spitze seine Kreise ziehenden langjährigen Drittligisten. Dabei sieht Baricelli gar nicht so sehr auf das Ergebnis, wohl aber auf die eigene Entwicklung. Mit ihr dürften die positiven Ergebnisse der letzten Wochen ebenfalls weiter Grund zur Freude geben.

(Pressemitteilung: HSG Konstanz)