Tularämie nachgewiesen Erreger der Hasenpest bei totem Feldhasen in Sigmaringen festgestellt

Erreger der Hasenpest bei totem Feldhasen in Sigmaringen festgestellt
Bei Sigmaringen wurde ein Fall von Hasenpest festgestellt. (Bild: pixabay)
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Redaktion

Sigmaringen – Bei einem Ende April auf der Gemarkung der Stadt Sigmaringen tot aufgefundenen Feldhasen wurde der Erreger der Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen.

Bei der Tularämie handelt es sich um eine durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufene, bei wildlebenden Hasenartigen (Hasen, Kaninchen) und Nagetieren (Mäuse, Ratten, Eichhörnchen) sporadisch auftretende Infektionskrankheit.

Für Spaziergänger oder Haustiere ohne Kontakt zu infizierten Tieren besteht keine Gefahr. Die Krankheit ist aber bei engem, direkten Kontakt auf den Menschen oder Haustiere übertragbar und kann beim Menschen in sehr seltenen Fällen auch zu schweren Infektionen führen (Zoonose).

Erkrankungsfälle bei Menschen äußerst selten

Sehr selten gab es Erkrankungsfälle bei Menschen, die sich insbesondere beim Abbalgen und Zerlegen von Feldhasen infiziert haben. Ansonsten sind Erkrankungsfälle beim Menschen aber äußerst selten. Jäger haben aufgrund des direkten Kontaktes zu erlegten oder tot aufgefundenen Tieren ein höheres Infektionsrisiko, weshalb Hygienemaßnahmen empfohlen werden. Spaziergänger sollten kranke oder tot aufgefundene Hasen und Kaninchen nicht anfassen, sondern den Jagdrevierpächter (z.B. über die örtliche Polizei) informieren.

Gewisse Vorsicht geboten

Hunde sollten von tot aufgefundenen Hasen (und auch anderen toten Tieren) ferngehalten werden. Der Jäger sollte das Tier mit Schutzhandschuhen aufnehmen, hierbei eine FFP2 oder FFP3 Maske tragen, das Tier in eine Plastiktüte packen und es nach Rücksprache mit dem Fachbereich Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landratsamtes Sigmaringen zur Untersuchung an das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt – Diagnostikzentrum ‑ in Aulendorf bringen.

Infektionskrankheit nicht erheblich

Das Vorkommen der Tularämie bei Tieren ist nichts Ungewöhnliches. So wurde der Erreger in den letzten Jahren gelegentlich bei Feldhasen in verschiedenen Landkreisen Baden-Württembergs und auch in Oberschwaben nachgewiesen, im Landkreis Sigmaringen zuletzt 2012.

Ergänzende Informationen finden Sie auf der Homepage der Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit Baden-Württemberg unter https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=5&Thema_ID=8&ID=2970&Pdf=No&lang=DE

(Pressemitteilung: Landkreis Sigmaringen)