Tote Leitungen und stillgelegte Produktion: Hacker-Angriff auf Landmaschinen-Firma Fendt

Tote Leitungen und stillgelegte Produktion: Hacker-Angriff auf Landmaschinen-Firma Fendt
Landmaschinenhersteller AGCO/Fendt von Hackerangriff betroffen. (Bild: AGCO GmbH)
WOCHENBLATT
Redaktion

Marktoberdorf – Bereits am Donnerstag (5. Mai 2022) gab es einen Hacker-Angriff auf den Landmaschinenhersteller AGCO/Fendt, der vor allem für seine Traktoren bekannt ist. Auch am Montag sind Telefonleitungen und Produktionsbänder lahm gelegt.

Marktoberdorf ist nur eine von vielen Produktionsstätten des US-amerikanischen Unternehmens AGCO. Der Cyber-Angriff von letzter Woche hat allerdings wohl Auswirkungen auf alle Werke weltweit. Vergangenen Donnerstag wurden Tausende Mitarbeiter nach Hause geschickt. Der Grund: Tote Leitungen. Weder Internet noch Telefon funktionierten. Und kein Internet bedeutet für die Mitarbeiter des Werkes keine Arbeit. Ohne das World Wide Web liegt die Produktion still.

Das Unternehmen bestätigte in einer Mitteilung den Hacker-Angriff. Die daraus resultierenden Beeinträchtigungen könnten möglicherweise mehrere Tage anhalten. Die Auswirkungen auf den Betrieb seien derzeit noch nicht absehbar. Am Montag waren die Leitungen in den Fendt-Geschäftsstellen in Marktoberdorf noch immer tot.

Auch Unternehmen in Leutkirch wurde vor kurzem Opfer eines Hacker-Angriffes

Erst vor kurzem hat es in unserer Region einen solchen Hacker-Angriff gegeben. Im größten Unternehmen in Leutkirch, der Firma Elobau, hatte man Anfang März mit dem gleichen Problemen zu kämpfen. Internet und Telefon lahm gelegt, der Mitarbeiterparkplatz blieb über Tage verwaist. Dahinter steckte wohl ein Erpressungsversuch. Ob es womöglich einen Zusammenhang zwischen den beiden Attacken gibt, ist unklar.