Tipps gegen Schnaken & Co.

Tipps gegen Schnaken & Co.
Stechmücken sind eine Familie von Insekten innerhalb der Ordnung der Zweiflügler. (Bild: Pixabay)

Mit dem schönen Wetter kommen auch so langsam wieder die Plagegeister. Sind sie erst mal im Schlafzimmer auf Beutezug, ist es nahezu vorbei mit einer erholsamen Nacht.

Nicht nur wir Erwachsenen leiden. Besonders Kleinkinder und Babys sind ihnen Jahr für Jahr beinahe hoffnungslos ausgeliefert. Menschliche Gerüche locken sie an, auch über größere Distanzen. Sie fliegen auf Schweißgeruch, verbrauchte Atemluft und Duftstoffe in Kosmetikprodukten.

Jetzt ist die richtige Zeit für Mückenschutz

Mehrere Mücken der Art Aedes vexans sitzen auf einem Arm. (Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Wer Stiche vermeiden möchte, muss vorbeugen. Offene und ungeschützte Fenster und Türen sind wie eine persönliche Einladung für alle fliegenden Störenfriede – bei Tag und Nacht. Steht der Obstkuchen auf dem Tisch, sind auch Wespen und Fliegen zur Stelle. Vor allem in den Sommermonaten herrscht an Terrassentüren und Balkontüren ein reger Durchgangsverkehr.

Ein Mann bringt in einer Wohnung ein Fliegengitter/Mückenschutz an einem Fenster an. (Bild: picture alliance / dpa Themendienst | Silvia Marks)

Damit man frische Luft genießen kann, unliebsame Insekten aber draußen bleiben, gibt es auch für Türen unterschiedliche Insektenschutzlösungen. Hierzu gehören u.a. der Drehrahmen und die Pendeltür für Türen, die besonders häufig geöffnet und geschlossen werden.

Auf Chemie verzichten

Kräuter wie Minze und Eukalyptus, Zitronenmelisse, Thymian, Basilikum, Rosmarin und Lavendel mögen Stechmücken nicht. Aber wer mag sich all dieses Grünzeug ins Haus stellen? Sicherlich gibt es noch weitere Möglichkeiten.

Wir Menschen lieben oft den Duft von Lavendel – Mücken meiden ihn meistens. (Bild: Pixabay)

Mit einem Mückenstecker in der Steckdose kann man die lästigen Tierchen ebenfalls vertreiben. Sie funktionieren mit Ultraschallwellen oder einem hellen Licht und Elektroschocks. Gesundheitliche Probleme sind allerdings nicht ausgeschlossen.

Die weiblichen Schnaken sind der Bösewicht

In unserer Region werden die lästigen Biester umgangssprachlich Schnaken genannt. Ihr lateinischer Name aber ist Tipulidae. Stechen tun nur die Weibchen. Sie benötigen als Mahlzeit Blut, um nach der Befruchtung Eier bilden zu können.

Eine Stechmücke saugt Blut auf menschlicher Haut. (Bild: picture alliance / blickwinkel/M. Woike | M. Woike)

Mittels eines Stechrüssels durchbohren sie dazu die Haut ihrer Opfer und saugen deren Blut. Männliche Stechmücken und unbefruchtete Weibchen ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften.

Finger weg vom Stich

Der Juckreiz der Haut verleitet dazu, sich immer wieder zu kratzen. Doch genau das sollten man möglichst vermeiden, denn Kratzen verschlimmert den Juckreiz und kann zu fiesen Entzündungen führen. Was jetzt hilft, ist immer wieder kühlen, das reduziert die Schwellung und kann Entzündungen vorbeugen.

Die Stiche der Mücken können nach einer Weile höllisch jucken. (Bild: picture alliance / dpa-tmn | Andrea Warnecke)

Ein altes Hausmittel ist eine aufgeschnittene Zwiebel. Ihr Schwefelgehalt wirkt antibakteriell. Einfach auf die betroffene Stelle auflegen. Ein weiterer Tipp aus Omas Kräuterbuch ist Essigwasser. Mischen Sie Essig im Verhältnis 1 zu 3 mit kaltem Wasser und befeuchten Sie damit ein Stück Stoff und dann die rote Stelle.

Anwendung einer Zwiebel bei Insektenstich. (Bild: picture alliance / blickwinkel/F. Hecker | F. Hecker)

Anti-Mücken-Spray selbst machen

Warum nicht mal einen Spray zur Abwehr der lästigen Plagegeister selbst zubereiten?

Hier das Rezept – ohne Chemie:

  • 4 EL Alkohol mit 40 Vol.% (etwa Vodka oder Korn)
  • 10 Tropfen ätherische Öle Ihrer Wahl (möglich sind Lavendel, Bergamotte, Zitronenthymian, Rosengeranie)
  • Abgekochtes Wasser zum Auffüllen der Flasche

Die Sprühflasche mit 100 ml Volumen dazu gibt’s in der Apotheke.

Lavendel ist wohl eines der beliebtesten ätherischen Öle. (Bild: Pixabay)

Den Alkohol und die ätherischen Öle in die Sprühflasche und dann alles gut durchschütteln. Danach die Mischung mit dem abgekochten Wasser auffüllen. Vor Gebrauch immer wieder schütteln.

Mückensprays kann man auch selber machen, man muss sie nur öfters auftragen. (Bild: Artem Podrez von Pexels)

Zum Schutz ein paar Sprüher auf Handgelenke, Knöchel oder Kniekehlen auftragen. Die Wirkung hält ca. eine Stunde, daher öfters wiederholen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte man zuvor einen Verträglichkeitstest machen.

Stopp für alle Krabbeltiere

In einer Wohnung wird ein Fliegengitter an einem Fenster angebracht. (Bild: picture alliance / dpa Themendienst | Silvia Marks)

Wichtig zu wissen ist, dass Fliegengitter & Co. nicht nur gegen Fliegen, Wespen, Käfer und andere Fluginsekten sind, sondern ebenso gegen Spinnen. 

So können Menschen, die Angst vor Spinnen und anderen Krabbeltieren haben, entspannten Zeiten entgegensehen.